04.11.2019 - 09:30 Uhr
WaldthurnOberpfalz

Marktrat Waldthurn bleibt am Drücker

Leerstands-Situation am Marktplatz, Erweiterung der Kinderkrippe, Neugestaltung des Freizeitgeländes – die Waldthurner Markträte treffen in der Oktobersitzung viele Entscheidungen, die die Zukunft der Gemeinde betreffen.

Es tut sich einiges in der Gemeinde, auch am und im Anwesen Marktplatz 13 (rückwärtige Ansicht von der Hauergasse aus).
von Tanja PflaumProfil

Zum Umbau und der Sanierung des Anwesens Marktplatz 13 galt es das Gewerk „Baumeisterarbeiten“ zu vergeben. Einstimmig entschied sich das Gremium für die Firma Bauer aus Niedermurrach. Die Angebotssumme liegt mit knapp 311 000 Euro 78 Prozent über den geschätzten Kosten, und so musste zunächst die Zustimmung des Amtes für Ländliche Entwicklung (ALE) eingeholt werden. Die Mehrkosten resultieren zum Teil aus dem Mehraufwand für die Unterfangungsarbeiten im Gebäude für die bereits beauftragte Aufzugsanlage.

Da turnusgemäß Neuwahlen des Vorstands der Teilnehmergemeinschaft (TG) Waldthurn 3 bevorstehen, gilt es auch wieder die Vertreter der Marktgemeinde dafür zu bestimmen. Bisher wurden der 1. und 2. Bürgermeister in den Vorstand der TG entsandt. Einstimmig waren die Markträte dafür, dies beizubehalten. „Die Vorstandswahl der TG findet am 26. November um 19 Uhr im Malerstüberl statt“, fügte Bürgermeister Josef Beimler an.

Der Punkt „Genehmigung der Finanzierung“ bezüglich der Sanierung des Lobkowitzschlosses wird in die nächste Sitzung verschoben, da aus den Unterlagen nicht genau hervorgeht, wann die Maßnahme endgültig abgeschlossen sein muss. Auch Verwaltungsleiter Karl-Heinz Schmidt konnte hier nicht direkt für Klarheit sorgen. Beimler fordert deshalb, dass dies bis zur nächsten Sitzung definitiv geklärt sein muss. Baubeginn muss auf jeden Fall vor dem 31. März 2020 sein.

Zur Erweiterung der Kinderkrippe um eine Gruppe wurde in der Marktratssitzung beschlossen, zunächst die Planungsleistungen auszuschreiben. Anschließend soll in Absprache mit dem Bauausschuss eine Skizze angefertigt werden, die dann, mit den weiteren erforderlichen Unterlagen, bei der Regierung bezüglich eines kommunalen Baukostenzuschusses vorgelegt wird.

Zur Oktobersitzung lag auch ein Konzept der vom Vorstand der TG beschlossenen Ausbauvariante des Badeweihergeländes vor, das auch die neue Umfahrung aufzeigt. Diese Umfahrung wird komplett gefördert. „Leider liegt zwar das Konzept, aber der Kostenplan dazu noch nicht vor“, bedauert der Bürgermeister. Man muss bei diesem Projekt natürlich in Etappen arbeiten, merkte der Rathauschef weiter an. Zunächst werde der Weiher ausgebaggert und anschließend die Umfahrung in Angriff genommen. Hubert Stahl wollte wissen, ob mit den betroffenen Grundstückseigentümern schon gesprochen wurde. Beimler entgegnete, dass bei der Umfahrung nur zwei Fremdgrundstücke betroffen wären, alles andere ist in Gemeindebesitz – leider ist aber noch nicht alles unter Dach und Fach.

Einstimmig wurde Josef Forster aus Waldthurn als „Kümmerer“ für das Projekt „LandKULTUR“ ernannt – anstelle der externen Kulturfachleute. Nach kurzer Diskussion wurden auch das überarbeitete Konzept und der vorgesehene Finanzierungsplan für verschiedene Anschaffungen und die technische Ausrüstung genehmigt. Beides wird nun zur Freigabe der Zuschussmittel beim Forschungszentrum Jülich eingereicht.

Keine Gegenstimmen gab es bei den Bauanträgen von Andreas Gmeiner zur Nutzungsänderung beim Nebengebäude am Skilift mit neuer Nutzung für Imbiss und Ausschank und von Christian und Sabrina Kleber zur Errichtung einer Mauer aus eckigen Pflanzsteinen.

Beimler informierte darüber, dass gemäß eines Vorschlags des Heimatkundlichen Arbeitskreises an Gebäuden und Plätzen Hinweistafeln zur Geschichte angebracht werden. Einen wichtigen Termin gibt es am 27. November. An diesem Tag findet der Festakt zur 15-jährigen Partnerschaft mit Hostau statt.

In dieser Woche finden die Bodenuntersuchungen statt, informierte das Gemeindeoberhaupt weiter. Es werden 33 Beprobungen durchgeführt. Zur Postsituation konnte er vermelden, dass voraussichtlich am 9. Dezember ein DHL-Shop im Rathaus eröffnet wird.

Am 5. November stellt das Staatliche Bauamt dem Bürgermeister die entsprechenden Planungsvorschläge bezüglich der Erhöhung der Verkehrssicherheit im Bereich der Lennesriether Kreuzung vor. „Ihr seht, auch da wird weiter dran gearbeitet“, fügte er an.

Dann waren die Markträte an der Reihe. Michael Troidl wollte wissen, warum sich der Defibrillator momentan nicht in dem Kasten am Gesundheitszentrum befindet. Beimler erklärte, dass das Gerät überholt wird und sobald wie möglich wieder an Ort und Stelle ist. Gleich zwei Anliegen hatte Georg Wittmann. Als Erstes erinnerte er erneut an den Schnakenbühlweg: „Mittlerweile liegt sogar ein Baum quer über dem Weg.“ Außerdem sollen dort die Grundstücksgrenzen genau vermessen werden – Wittmann hat den Eindruck, dass der Weg immer schmäler werde.

Weiter regte er an, den „ÄU-Pokal“ der Feuerwehren wieder aufleben zu lassen. Nikolaus Globisch wurde darauf angesprochen, dass beim Gesundheitszentrum immer der Eingangsbereich zugeparkt ist, so dass beispielsweise Krankenwagen auf der Straße halten müssten – mit der Folge, dass ein Anlieger auf der gegenüberliegenden Seite Probleme beim Verlassen seiner Garage hat. Hans-Peter Reil gab die Bitte weiter, die Straße Richtung Lennesriether Schützenhaus/Anwesen Vitzthum mit dem Bauausschuss zu besichtigen und die Straßenschäden zu beseitigen.

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