Waldthurn
08.10.2026 - 21:39 Uhr

Rosa Bergmann aus Waldthurn im Alter von 93 Jahren verstorben

Familie und Freunde verabschieden sich in St. Sebastian von Rosa Bergmann, die als Teil der Gemeindeverwaltung Waldthurns und des Kirchenchors über Jahrzehnte aktiv war. Ihr Leben endete friedlich mit 93 Jahren.

Rosa Bergmann aus Waldthurn ist im Alter von 93 Jahren verstorben Bild: fvo
Rosa Bergmann aus Waldthurn ist im Alter von 93 Jahren verstorben

Familie, Angehörige, Nachbarn, Freunde und auch Vertreter der Marktverwaltung Waldthurn nahmen in der Pfarrkirche St. Sebastian Abschied von einer Frau, die über viele Jahrzehnte fest mit ihrer Heimatgemeinde, der Kirche und dem Kirchengesang verbunden war. Im Alter von 93 Jahren ist Rosa Bergmann aus Waldthurn verstorben. Pfarrer Norbert Götz würdigte den Lebensweg der Verstorbenen. Rosa Bergmann sei eine kontaktfreudige Frau gewesen, die stets offen und geradeheraus gesagt habe, was sie dachte. Besonders wichtig sei ihr ihre Familie gewesen. Zuletzt durfte sie noch im Kreis ihrer Angehörigen und Enkelinnen sein, zu denen sie ein inniges Verhältnis hatte.

Geboren wurde sie als Rosa Lindner am 22. März 1933 in Waldthurn. Sie wuchs mit zwei Geschwistern auf. Nach dem Schulbesuch fand sie in der Gemeindeverwaltung Waldthurn ihre berufliche Heimat. Dort blieb sie bis zu ihrem Ruhestand. Als engagierte und gewissenhafte Mitarbeiterin entwickelte sie eine gewisse Weitsicht. Besonders bei Rentenanträgen half sie auch nach Feierabend weiter.

Bei Operetten mitgewirkt

Eine große Leidenschaft war die Musik. Schon früh sang sie gerne und wirkte auch bei den Operetten mit, die in Waldthurn aufgeführt wurden. Bei der Operette „Hochzeit mit Erika“ lernte sie ihren späteren Mann Heinz kennen, der ebenfalls mitwirkte. Aus der „Hochzeit mit Erika“ ist am 7. Oktober 1961 die „Hochzeit auf dem Fahrenberg“ geworden. Zwei Töchter, Evi und Martina, sowie später die drei Enkelinnen Julia, Annika und Hannah gehörten zu ihrem Lebensglück.

Über viele Jahre war Rosa Bergmann Mitglied im Kirchenchor. Sie pflegte gerne den Kontakt zu Nachbarn und Bekannten und war geselligen Treffen nicht abgeneigt. Da sie selbst keinen Führerschein besaß, war sie häufig gemeinsam mit ihrem Mann im Auto unterwegs. Besonders verbunden fühlte sie sich mit dem Zillertal, das für sie über Jahrzehnte zu einer zweiten Heimat wurde. Rund 30 Jahre oder sogar noch länger verbrachten Rosa und Heinz dort ihre Urlaube. Die Verbindung zu diesem besonderen Ort blieb über all die Jahre bestehen.

Schöne Stunden mit Familie

Im vergangenen Jahr musste Rosa Bergmann den schweren Verlust ihres Mannes Heinz verkraften. Dennoch durfte sie in diesem Jahr noch schöne Stunden im Kreis ihrer Familie erleben. Anfang September verschlechterte sich ihr körperlicher Zustand überraschend. Noch am Montag, 5. Oktober, hatte sie mittags ganz normal gegessen und am Nachmittag wie gewohnt die Fernsehsendung „Wir in Bayern“ angesehen. Wenig später durfte sie friedlich einschlafen. Ihr Blick, so formulierte es Pfarrer Norbert Götz, habe schließlich „über Bayern hinaus in die Ewigkeit“ gereicht. „Beten wir darum, dass die Kirchensängerin nun in den himmlischen Lobgesang einstimmen darf“, meinte der Geistliche.

Musikalisch gestaltet wurde das Requiem vom Kirchenchor unter der Leitung von Manuela Grünauer, Georg Schmidbauer begleitete an der Orgel. Pfarrgemeinderatssprecherin Birgit Bergmann sprach die Lesung und Fürbitten. Im Anschluss an die Trauerfeier begleitete ein langer Trauerzug Rosa Bergmann zu ihrer letzten Ruhestätte auf dem Friedhof in Waldthurn

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.