Waldthurn
01.06.2018 - 10:23 Uhr

Schandfleck soll weg

Zahlreiche Punkte gibt es auch in der Mai-Sitzung für Bürgermeister und Markträte zu besprechen. Neben dem neuen Projekt "Neun2727 Waldthurn - gut leben im Waldthurner Land" geht es um einen Schandfleck in der Gemeinde.

Der "Schäfereirangen" soll neu gestaltet werden. "Er liegt praktisch im Eingangsbereich unserer Gemeinde und soll  künftig ein einladendes Bild machen", so Bürgermeister Josef Beimler. fla
Der "Schäfereirangen" soll neu gestaltet werden. "Er liegt praktisch im Eingangsbereich unserer Gemeinde und soll künftig ein einladendes Bild machen", so Bürgermeister Josef Beimler.

Zunächst begrüßte Bürgermeister Josef Beimler Doris Völkl im Sitzungssaal. Völkl stellte den Markträten in einer Kurzfassung die Auswertung der Fragebögen zum Projekt "Neun2727 Waldthurn - gut leben im Waldthurner Land" vor. Die Ergebnisse wurden bereits in ausführlicher Form am 18. April öffentlich vorgebracht. Völkl erwähnte, dass die AOK sehr überrascht war von der hohen Beteiligung von 46,11 Prozent. Nach dem die Bedarfsermittlung vorgenommen worden ist, wurde am 25. Mai ein Folgeantrag bei der AOK gestellt. Hier musste, neben zahlreichen anderen Punkten, auch ein Finanzierungsplan über vier Jahre erstellt werden. "Wenn alles genehmigt wird, findet am 29. September eine Auftaktveranstaltung statt", informierte Völkl weiter. Die Uni Regensburg wird dieses Projekt die nächsten vier Jahre lang begleiten.

Dank an Doris Völkl

Der Bürgermeister bedankte sich bei Völkl für die viele Arbeit, die mit diesem Projekt verbunden ist. Er wünscht sich hier außerdem eine Zusammenarbeit mit dem OWV und dem Reha-Zentrum, zum Beispiel für die Anfertigung und das Aufstellen von 10 Sitzbänken im Gemeindegebiet. Dieser Vorschlag kam auch bei den Markträten gut an.

Ein kleiner "Schandfleck" ist der Schäfereirangen. Deshalb soll dieser neu gestaltet werden. Der Wunsch des Bauausschusses wäre ein Treppenaufgang. Die Teilnehmergemeinschaft (TG) Waldthurn 3 soll Planung und Bau übernehmen. Roman Bauer fragte nach dem Zeitfenster, in dem die Umgestaltung über die Bühne gehen würde: "Wenn wir wieder warten und warten, ist alles wieder zugewuchert." Beimler merkte an, dass die Arbeiten heuer wohl nicht mehr ausgeführt werden. Er bat darum, diesen Punkt in der nächsten TG-Sitzung mitaufzunehmen. Einstimmig bekam er die Erlaubnis, die Grundstücksverhandlungen, die für die Neugestaltung nötig werden, durchführen zu dürfen.

Für die Erschließungsleistungen im Zusammenhang mit dem Wohngebiet am "Hirmersbühl" wurden bei der öffentlichen Ausschreibung von drei Firmen Angebote abgegeben. Den Zuschlag bekam die Firma Seebauer, Schwarzhofen (Kosten rund 1 440 000 Euro). Für die Sanierungsarbeiten der Gemeindeverbindungsstraße Waldthurn-Oberbernrieth kam das günstigste Angebot von der Firma Huber, die Kosten belaufen sich auf 648 000 Euro.

Pauschale für Fundtiere

Jeweils einstimmig gingen die dritte Änderung des Flächennutzungsplanes für den Bereich "Am Badeweiher 3" und der Bebauungsplan für das Wohngebiet "Am Badeweiher 3" über die Bühne. Der Tierschutzverein Weiden und Umgebung e. V. kündigt den Fundtierpauschalvertrag mit der Gemeinde zum 31. Dezember 2018 - eigentlich wurde dieser Vertrag von der Gemeinde bis Ende 2019 bestätigt, um Zeit für eine vernünftige Regelung zu finden. Mit der aktuellen Pauschale von 50 Cent pro Einwohner können aber anscheinend Auflagen und Umbaumaßnahmen nicht gestemmt werden. Die Pauschale müsse auf das Zwei- bis Dreifache erhöht werden.

Beimler wird sich erkundigen, ob man Fundtiere auch einzeln "abrechnen" könnte: "Die Summe für vielleicht zwei Hunde oder Katzen ist mir - bei aller Tierliebe - zu hoch." Gleichzeitig werde man in Tirschenreuth nachfragen, wie es dort gehandhabt wird.

Info:

Tiefbrunnen

Das Wasserrecht für den Tiefbrunnen läuft noch bis 2020. „Wir sind bezüglich des Nitratgehalts auf einem guten Weg“, informierte Beimler. Die Frage sei: „Wollen wir den Brunnen erhalten oder nicht?“ Er würde den Brunnen tiefer setzen und sanieren, äußerte ein Fachmann auf Anfrage. Um das Wasserrecht dann erneut zu erhalten, müsse ein Konzept erstellt werden, so der Rathauschef.

Von der Verwaltung soll zunächst eine Berechnung erstellt werden, um die Kosten für die Steinwaldgruppe mit den „Sanierungskosten“ zu vergleichen. Hans-Peter Reil wollte wissen, ob schon einmal ein anderer Standort für den Tiefbrunnen in Erwägung gezogen wurde. Beimler erwiderte, dass die hohen Kosten (rund 100 000 Euro) für eine Probebohrung und die Ausweisung eines neuen Wasserschutzgebietes dagegen gesprochen hätten. „Die Sanierung des Brunnens kostet uns ungefähr 150 000 Euro, und dann ist er eigentlich wie neu“, merkte er weiter an. Auch Michael Steiner befürwortet die Sanierung: „Jetzt haben wir die Landwirte soweit, dass sie das Wasserschutzgebiet beachten – ich würde den Standort beibehalten.“ Einstimmig wurde daher beschlossen, in der nächsten Sitzung eine Entscheidung zu treffen und im Juli ein Konzept vorzustellen. (fla)

Info:

LED zurückgestellt

Das Angebot des Bayernwerkes über eine Umrüstung der gesamten Straßenbeleuchtungsanlage auf LED wird zurückgestellt. Das Bayernwerk geht für die Umrüstung von Gesamtkosten in Höhe von rund 150 000 Euro aus, die Einsparung würde pro Jahr rund 7400 Euro betragen (Amortisierungszeit: etwa 20 Jahre).

Michael Steiner brachte es auf den Punkt: „Ich würde abwarten, LED wird bestimmt in den nächsten Jahren noch günstiger.“ Außerdem entwickle sich auch die Technik immer weiter. Dem stimmten auch seine Marktratskollegen zu. (fla)

 
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