28.11.2019 - 08:52 Uhr
WaldthurnOberpfalz

Superfood aus der Region

Im Rahmen der NEUN2727-Reihe betrachtet Ernährungstrainerin Tanja Franz aus Neusorg bekannte Lebensmittel aus einem neuen Blickwinkel. Die Zuhörer im Waldthurner Gesundheitszentrum verfolgen die Infos aufmerksam.

Tanja Franz
von Franz VölklProfil

Koordinatorin Doris Völkl konnte zu dem Vortrag wieder mehr als 40 Interessierte begrüßen, die mehr über „Superlebensmittel aus dem Supermarkt“ wissen wollten. Gerade einheimische Superlebensmittel, neudeutsch auch „Superfood“ genannt, zeichnen sich laut Franz durch positive Auswirkungen auf das Wohlbefinden, Gesundheit und einen hohen Nährstoffgehalt aus.

Sie seien in der Regel reich an Phyto-Nährstoffen wie Antioxidantien, die im Körper freie Radikale bekämpften und unschädlich machten. Flavonoide und Phytosterine beeinflussen laut der Referentin zum Beispiel den Cholesterinspiegel positiv. Superfoods sind vor allem in der vegetarischen oder veganen Ernährung wichtig, um den Körper mit ungesättigten Fettsäuren sowie Mineralstoffen wie Eisen zu versorgen.

Aus aller Welt kommen Nahrungsmittel zu uns und bereichern unseren Speiseplan. Aber auch Topinambur, Kohl oder Äpfel aus der Region sind gesund und ökologisch wertvoll. Sie gedeihen quasi vor unserer Haustür und gelangen über kurze Transportwege direkt zum Verbraucher.

„Geben sie Superfoods aus der Region in ihren Topf“, forderte Franz. Zunächst erklärte die Referentin die Inhaltsstoffe und deren positive Eigenschaften für den menschlichen Körper. Regionale Superfoods seien den exotischen Gegenstücken wie Chia-Samen und Goji-Beeren mindestens ebenbürtig. Franz thematisierte dabei den wertvollen regionalen Honig, Äpfel am besten roh mit Schale, Zwiebelgewächse und Knoblauch, die auf Blutdruck und Cholesterinspiegel positiv wirken. Die Milchsäurebakterien des Sauerkrauts seien gut für die Verdauung und wirken keimtötend: „Etwaige Darmgeräusche zeigen die freudige Aktivität des Darms“, meinte sie mit einem Schmunzeln.

Speziell die reich an Vitamin A, B sowie Eisen und Mangan und so besonders wertvollen Haferflocken seien in den Vereinigten Staaten wegen ihrer gesundheitsfördernden Wirkung sogar als Arzneimittel zugelassen.

Auch Rote Beete, Oliven- und Leinöl, Salz, Kurkuma, Meerrettich, Kartoffeln und Lauch stellen Teile der „Hausapotheke aus Lebensmitteln“ dar.

Tanja Franz stößt mit ihren Informationen über Superfood aus der Region auf großes Interesse.
Oberpfälzer Superfood:

Folgende Anregungen gab Ernährungstrainerin Tanja Franz den Zuhörern mit auf den Weg: Kohl: Wickel aus Kohlblättern können bei Schleimbeutelentzündungen an Gelenken eingesetzt werden. Die Blätter werden mit einem Nudelholz plattgewalzt, bis etwas Saft austritt. Anschließend werden die Blätter auf das erkrankte Gelenk gelegt – die Entzündungsstoffe werden dadurch ausgeschwemmt.

Lauch: Enthält Flavonoide (entzündungs- und krebshemmend) und ist ein wichtiger Eisenlieferant vor allem für Veganer und Vegetarier. Die Nährstoffe befinden sich hauptsächlich in den dunkelgrünen Teilen.

Haferflocken: Senken hohen Cholesterinspiegel, sind durch lösliche Ballaststoffe gut für die Darmgesundheit, beruhigen gereizte und juckende Haut, lindern Ekzeme.

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