Waldthurn
20.07.2023 - 09:30 Uhr

Trauer um Ludwig Kleber aus Waldthurn

Der unter dem Namen „Kleberwolf“ bekannte Ludwig Kleber aus Waldthurn ist im Alter von 88 Jahren verstorben.

Eine große Trauergemeinde nahm Abschied von Ludwig Kleber. Bild: Julian Stratenschulte
Eine große Trauergemeinde nahm Abschied von Ludwig Kleber.

Im Alter von 88 Jahren ist Ludwig Kleber, den viele als „Kleberwolf“ kannten, im Klinikum Weiden verstorben. Die Begräbnismesse zelebrierte Pfarrer Norbert Götz. Kleber war laut Pfarrer Götz im Glauben fest verwurzelt. Besonders beim Rosenkranz in der Pfarrkirche hatte er seinen Stammplatz und war mit seiner durchdringenden Stimme im Gebet zu hören.

Leicht hatte es der in Spielhof (Stadt Pleystein) auf dem Kleberhof geborene Jüngste von vier Buben nicht. Einen Monat vor seiner Geburt verstarb sein Vater, so musste er auf dem elterlichen Hof kräftig mit anpacken. Ein einschneidendes Erlebnis war im April 1945, als die US-Streitkräfte Stellung bezogen und Nazis in seinem Heimatdorf Spielhof vermuteten. In einem Hauskeller überlebte er als zehnjähriger Bub – das Dorf wurde förmlich dem Erdboden gleichgemacht.

Der Verstorbene ging in Pleystein zur Schule, danach absolvierte er eine Schreinerlehre bei einer Baufirma in Weiden und ging dann nach Nürnberg. 1963 heiratete er Maria, die ebenfalls Kleber hieß, auf dem Fahrenberg. Seit dieser Zeit lebte der Verstorbene am Kleberwolf-Anwesen in Waldthurn zusammen mit Sohn Georg. 1969 kam Kleber zur Bundesbahn und war beim Bahn-Ausbesserungswerk (AW) in Weiden. Nach einem Verkehrsunfall war er 1977 schwer verletzt, erholte sich jedoch wieder und betrieb nebenbei zusammen mit seiner Ehefrau eine kleine Landwirtschaft. Schwer getroffen hat es ihn, als Maria, die er gepflegt hatte, im Januar 2022 verstarb.

Der Kirchenchor unter der Leitung von Manuela Grünauer umrahmte die Begräbnismesse, Georg Schmidbauer spielte an der Orgel und PGR-Sprecherin Birgit Bergmann sprach die Lesung. Eine große Abordnung der Feuerwehr Waldthurn mit Vorsitzendem Andreas Troidl nahm am Friedhof Abschied.

 
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