Waldthurn
13.02.2026 - 11:12 Uhr

Trauergemeinde nimmt Abschied von Elisabeth Götz in Waldthurn

Waldthurn trauert um Elisabeth Götz, die im Alter von 91 Jahren verstorben ist. Die gebürtige Sauerländerin war bekannt für ihre Hingabe zur Familie und ihren Einsatz in der Ortschaft.

Waldthurn trauert um Elisabeth Götz. Symbolbild: Harald Tittel
Waldthurn trauert um Elisabeth Götz.

In der Waldthurner Pfarrkirche St. Sebastian nahm eine große Trauergemeinde Abschied von Elisabeth Götz, die im Alter von 91 Jahren am Mittwoch, 4. Februar, verstorben war. Den Gottesdienst zelebrierte der Waldthurner Pfarrer Norbert Götz. Hans-Peter Reil, Manuela Grünauer, Heidi Klos und Martina Pankotsch umrahmten das Requiem gesanglich, Georg Schmidbauer begleitete an der Orgel. Sprecherin des Pfarrgemeinderates, Birgit Bergmann, sprach die Lesung und die Fürbitten.

Elisabeth Götz war ein Familienmensch, der stets Harmonie forderte. Geboren wurde die Verstorbene am 13. Mai 1934 im Sauerland. Dort wuchs sie als Elisabeth Neuhaus mit einem älteren Bruder auf, der früh, wie auch ihr Vater, verstorben ist. Sie arbeitete als Hilfe im Haushalt in einem Pfarrhaus. Durch einen Cousin ihrer Mutter, den sie besuchte, kam sie in die Oberpfalz. Bei diesem Oberpfalz-Besuch lernte sie in einer Schmiede einen jungen Mann – ihren späteren Ehemann Max Götz – kennen und lieben.

Er nahm mit einem Motorrad gerne die 550 Kilometer lange Reise ins Sauerland auf sich, um seine Elisabeth zu besuchen. Am 8. Februar 1956 heiratete das Paar, und Gott schenkte ihnen zwei Mädchen und einen Jungen. Zuerst wohnte die Familie am Marktplatz, schließlich bauten sie am Hopfengarten ihr Zweifamilienhaus. Dort wohnten sie zunächst gemeinsam mit ihren Töchtern, nun lebt Sohn Jürgen mit seiner Familie dort.

Die Verstorbene hatte auch im Kabelwerk in Floß gearbeitet. Große Freude bereiteten ihr ihre sieben Enkel und vier Urenkel. Gerne fuhren Elisabeth und Max Götz auch mal in den Urlaub ins Zillertal. Leider ist ihr Ehemann am 30. November 2011 verstorben. Das Paar verband auch die Liebe zur Gottesmutter am Fahrenberg. Passend zur Trauermesse wurde das Lied „Schwarze Madonna“ gesungen. Gerne war sie bei den Seniorentreffen und Fahrten der Pfarrei dabei. In letzter Zeit kam sie wegen gesundheitlicher Probleme nur selten aus dem Haus. Nach einem Sturz war sie im Klinikum Weiden verstorben.

Elisabeth Götz habe mit ihrem Mann viel gespart und gearbeitet, viel Eigenleistung erbracht, um das Haus am Hopfengarten errichten zu können. Und alles Gute im Leben könne, wörtlich gesprochen, auch zur Baustelle werden – für die Wohnung im Haus unseres himmlischen Vaters, sagte der Geistliche. Die Verstorbene wurde am Waldthurner Friedhof beigesetzt.

 
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