04.06.2020 - 13:42 Uhr
WaldthurnOberpfalz

Zu viel "für zwei Hunde und drei Katzen"

Das Thema Fundtierunterbringung wirft Diskussionen im Waldthurner Marktrat auf. Der Anteil der Gemeinde an der Finanzierung des Tierheimes Weiden und Umgebung erscheint einigen Räten zu hoch.

Das Tierheim Weiden und Umgebung braucht Unterstützung der Kommunen. Die Frage ist aber wie hoch die Beiträge ausfallen.
von Tanja PflaumProfil

Nach Abzug der verschiedenen Zuschüsse verblieben rund 1,55 Millionen Euro für die Landkreiskommunen (laut Vorgaben des Tierschutzvereins). Bürgermeister Josef Beimler erläuterte, dass Waldthurn 20 Jahre lang ungefähr 7000 Euro pro Jahr (Kredit- und Betriebskosten für den Unterhalt und die Betreuung der Tiere; nach einer geschätzten Berechnung von Kreisvorsitzendem Rupert Troppmann) zahlen müsste. Seiner Ansicht für "zwei Hunde und drei Katzen“, die man eventuell im Jahr abliefern würde, zu viel. Er will sich, beim nächsten Gespräch, um eine kostengünstigere Lösung bemühen. Beimler möchte versuchen, ob es nicht trotzdem möglich wäre, „nur“ eine monatliche Pauschale für die tatsächlich abgegebenen Tiere zu zahlen. Hans-Peter Reil stellte infrage, nachdem er das Schreiben Troppmanns gelesen hatte, dass die Bürgermeister noch viel mitzureden hätten. Beimler erwiderte, dass der Landkreis die ganze Angelegenheit als Aufgabe der Kommunen sieht. Roman Bauer merkte dazu an, dass irgendetwas nicht stimmen kann, "wenn es nur ums Geld geht".

Tierheim Weiden und Umgebung

Weiter berichtet der Rathauschef über anstehende Asphaltierungsarbeiten im Gemeindegebiet zur Erfüllung der Verkehrssicherungspflicht. Betroffen sind hier Straßen und –abschnitte im Bereich Schlossgraben, Mangelsdorf, Albersrieth, Schäferei und Irlhof. Die Gesamtkosten sollten 45 000 Euro möglichst nicht überschreiten, wünscht sich Beimler. Andreas Troidl und Roman Bauer baten darum, die „schlechteste“ Straße in Waldthurn, die „Trad“ nicht zu vergessen. Beimler kündigte an, alles mit dem Bauausschuss in Augenschein zu nehmen.

Zur Neukalkulation der Verbrauchsgebühren für Abwasser und Kanal wird, mit vier Gegenstimmen, das Kommunalbüro Dr. Schulte und Röder, Kommunalberatung UG (Veitshöchheim), beauftragt. Beimler schlug vor, die Neuberechnungen im Herbst vornehmen zu lassen und ab Januar 2021 mit den neuen Gebühren zu arbeiten. Michael Steiner fand es „schade, dass man ein Büro beauftragen muss“. Die letzten Jahre habe man alles selber gemacht, um Kosten zu sparen. Hier wandte Kämmerer Josef Götz ein, dass die Arbeiten des Kämmerers sehr umfangreich und zeitaufwendig geworden seien. Außerdem ist es bei „höheren“ Erhöhungen immer besser, „wenn diese von einem Büro kommen“.

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