02.11.2020 - 11:50 Uhr
WaldthurnOberpfalz

Waldthurn: Bürgerversammlung fällt aus

„Aufgrund der neuen Regelungen zur Corona-Pandemie findet die für 9. November geplante Bürgerversammlung in diesem Jahr nicht statt.“ Dies verkündet Bürgermeister Josef Beimler in der Marktratssitzung.

Solche Bilder wird es in diesem Jahr nicht geben. Die Bürger sollen aber trotzdem informiert werden. Der ausführliche Jahresbericht wird im Waldthurner Markt- und Dorferneuerungsblatt erscheinen.
von Tanja PflaumProfil

Eigentlich hatte man vorgehabt, diese Veranstaltung in diesem Jahr in der Turnhalle durchzuführen. „Jetzt ist dies natürlich nicht mehr möglich“, sagte Bürgermeister Josef Beimler am Donnerstag. Aber die Waldthurner sollen trotz allem über alles informiert werden. „Im nächsten Marktblatt wird der Jahresbericht ausführlich erscheinen“, merkt der Rathauschef an. Er sieht das Markt- und Dorferneuerungsblatt durchaus als geeignetes Medium dafür. Eine Auflistung der wichtigsten Zahlen soll es auch als Aushang geben. Die Bürger können in diesem Jahr ihre Anliegen bis 17. November schriftlich, telefonisch oder persönlich (nur nach vorheriger Anmeldung) im Rathaus vorbringen, damit sie gegebenenfalls bis zur folgenden Marktratssitzung bearbeitet werden und/oder dort dann vorgebracht werden können.

Volkstrauertag: Wegen Feier abwarten

Weiter informierte Beimler, dass man zunächst noch abwarten wird, bevor man eventuell auch kurzfristig entscheide, in welcher Form der Volkstrauertag gefeiert wird. Außerdem gab er bekannt, dass es vom Landratsamt/Bauamt neue Hinweise zur Behandlung von Bauanträgen im Freistellungsverfahren gibt. Der vorzeitige Vorhabenbeginn für die Entwicklungsplanung (Leistungsphasen 1-4) zur Instandsetzung des Anwesens Marktplatz 4 ist möglich. „Wir können in die Planungen einsteigen“, freut sich Beimler, zumal das Gremium dem Abschluss einer Vereinbarung mit der Teilnehmergemeinschaft Waldthurn3 für den Erwerb dieses Gebäudes, der Erstellung eines Nutzungskonzeptes sowie für die Durchführung von Voruntersuchungen zugestimmt hatte.

Bauarbeiten am Waldthurner Marktplatz verzögern sich

Waldthurn

Nachdem die Beschilderung des Bocklwegs am Bahnhof Frankenrieth zum Teil veraltet beziehungsweise stark verwittert war, wurde diese erneuert. An der Abzweigung „Irlhof“ wurden zusätzliche Hinweisschilder zur Waldthurner Gastronomie angebracht. Bei den Flächen im Wasserschutzgebiet werden 35 Nmin-Beprobungen durchgeführt, davon zwei in der Demo-Anlage „Untersaat Mais“. Weiter gab Beimler bekannt, dass das Landratsamt die beschränkte wasserrechtliche Erlaubnis für den Tiefbrunnen des Marktes bis zum 31. Dezember 2025 verlängert hat.

Im „Haus der Bäuerin“ wurde ein separater Raum für die Abnahme von Proben im Rahmen des Infektionsschutzes eingerichtet. Der Zugang erfolgt vom „Schlossgraben“. Es war ein Wunsch von Nikolaus Globisch, damit kein Zelt vor der Praxis aufgebaut werden muss. In Rekordzeit wurde dieser zusätzliche Raum vom Bauhof auf Vordermann gebracht.

Naturdenkmäler werden saniert

Die Naturdenkmäler – Linde in Ottenrieth, Linden an der Kirche in Lennesrieth und die Waldthurner Friedenseiche – werden bei der Landschaftspflege 2020 saniert. Die Maßnahmenkosten liegen bei 7363,68 Euro und werden mit 50 Prozent bezuschusst. Georg Bocka schlug vor, wenn die Maschinen schon da sind, auch noch weitere Bäume in Lennesrieth zu sanieren. „Die Kosten dafür würde das Dorf übernehmen“, sagte Bocka. Beimler erwähnte auch kurz den Tierheimneubau und dass die Unterbringung von Fundtieren bis zum Neubau gesichert ist.

Vereinstätigkeiten untersagt

Mit ernster Miene teilte er außerdem mit, dass alle Vereinstätigkeiten seit Montag untersagt sind und dahingehend auch Kontrollen durchgeführt werden. Das Gemeindeoberhaupt sprach auch die November-Sitzung des Marktrats an. Er möchte, dass diese wieder im Rathaus über die Bühne geht. „Wenn man die Sitzordnung ändert und die Abstände einhält, sollte es möglich sein“, meint Beimler. Außerdem bräuchte man dann keine Plexiglasscheiben aufstellen. Roman Bauer schlug vor, die nächste Marktratssitzung trotzdem wieder in der Turnhalle abzuhalten. Auch hier könne man die Sitzordnung ändern, um dadurch mehreren Zuhörern die Teilnahme möglich zu machen – zumal ja die Bürgerversammlung ausfalle und eventuell mehr Besucher zur Sitzung kommen würden. Diesem Vorschlag stimmte auch das Gremium zu.

Einstimmig wurde auch der Bedarf einer zweiten Krippengruppe anerkannt. Bei der Regierung der Oberpfalz ist ein einsprechender Förderantrag zur Erlangung von FAG-Mitteln sowie der Sonderförderung aus dem 4. Sonderinvestitionsprogramm einzureichen. Dies müsse schnellstmöglich erfolgen, betont Beimler. Das Planungsbüro Weidner mache sich umgehend an die Anfertigung der für die Antragstellung erforderlichen Unterlagen, informierte der Rathauschef.

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