27.06.2021 - 11:04 Uhr
WaldthurnOberpfalz

Waldthurn: Sanierungsarbeiten am Marktplatz in den Startlöchern

Der Marktrat bestimmt für den Umbau des Anwesens am Marktplatz 4 zunächst einige Fachplaner. Bei der Sanierung eines weiteren Gebäudes tauchen jedoch Schwierigkeiten auf.

Damit die Umbau- und Sanierungsarbeiten beim Anwesen Marktplatz 4 starten können, bestimmt der Marktrat verschiedene Fachplaner.
von Tanja PflaumProfil

Die Markträte trafen sich zur Sitzung endlich wieder im Rathaus. Sichtlich erfreut begrüßte Bürgermeister Josef Beimler die Gremiumsmitglieder und Zuhörer. Für den Umbau und die Sanierung des Anwesens am Marktplatz 4 legten die Räte die Fachplaner gemäß den Vorschlägen des Bauausschusses fest. So bekamen die Firma PbE Planungsbüro für Elektrotechnik GmbH, Schwarzenbach (Elektro; Kosten rund 20 100 Euro), die Firma Grünwald & Ach GmbH, Weiden (Heizung/Lüftung/Sanitär; Kosten: 34 513, 88 Euro) und das Büro Dr. Gollwitzer-Dr. Linse und Partner, München (Statik; Angebot nach Stunden: 30 611 Euro) einstimmig den Zuschlag.

  • Auftrag für Treppe neu ausschreiben

Beim Anwesen am Marktplatz 13 gab es bei der Gewerksvergabe „Geschosstreppe“ Probleme. 15 Firmen wurden aufgefordert, ein Angebot anzugeben. Nur ein einziges ging schriftlich ein – das lag allerdings 85 Prozent über den veranschlagten Kosten. Einstimmig waren die Räte für eine Auflösung dieser Ausschreibung und beschlossen, erneut, aber in einfacher Form, auszuschreiben. Georg Stahl wollte wissen, bis wann die Treppe fertig sein müsste. „Wir können ja den Bezugstermin der Wohnungen nicht schon wieder nach hinten verschieben.“ Beimler erwiderte, dass Ende August die Treppe „drin sein muss“. Andreas Troidl bezweifelte, dass dies funktionieren wird, da zunächst die Ausschreibung gemacht werden, ein Angebot eingehen und die Firma dann auch das Material erst beschaffen müsse.

  • Sanierung des Lobkowitzschlosses

Beimler berichtete anschließend über die Bauausschusssitzung mit der kirchlichen Gemeinde am 16. Juni wegen der Sanierung des Lobkowitzschlosses. „Die Zimmerer sind soweit fertig. Drainagearbeiten werden erst nach den Außenputzarbeiten durchgeführt.“ Auch das Gerüst bleibt stehen, bis die Putzarbeiten erledigt sind. Die Dachdecker haben mit den Schieferarbeiten verspätet beginnen müssen, da es Lieferschwierigkeiten bei den Schneefanghaken gab.

Die Schloss-Sanierung war auch Thema in der Mai-Sitzung

Waldthurn

Die Firma Ertl beginnt nun mit den Arbeiten an der Fernwärmeleitung. Beim Außenputz/Dämmputz folgt man einer Empfehlung des Landesamts für Denkmalpflege. Weiter benötige man 56 Holzfenster, die Firma Bäumler aus Waldthurn fertigt ein Musterfenster bis 5. Juli an. Auch wurde eine eventuelle Nutzung des Dachraumes angesprochen. „Der Keller kann allerdings nur saubergemacht und leicht saniert werden“, schloss Beimler.

  • Angebote für Glasfaseranschlüsse

Einstimmig war das Gremium dafür, für die Herstellung von FTTB-Glasfaseranschlüssen für die Wolfgang-Caspar-Printz-Grundschule sowie für das Rathaus Angebote im Rahmen der entsprechenden Förderrichtlinien einzuholen. Roman Bauer merkte dazu an: „ Wenn es finanziell erträglich ist, bin ich schon dafür die Anschlüsse zu verlegen. Allerdings sollte die Schulstraße dafür nicht wieder aufgerissen werden.“ Eventuell könnte man die Leitung auch im Gehweg unterbringen, fand Bauer. „Vielleicht wurden damals ja bereits Leerrohre verlegt“, meinte Bürgermeister Beimler, das müsse man in Erfahrung bringen. Kurz wurde auch die weitere Verbesserung der Breitbandversorgung durch den Einstieg in die Bayerischen Gigabit-Richtlinien angesprochen und beschlossen, dass hierzu der Antrag auf jeden Fall gestellt wird. Begleiten wird das Ganze der Waldthurner Breitbandpate Toni Scheidler.

  • Befestigung des Grünstreifens

Zum Antrag von Georg Käs aus Spielberg auf Befestigung des Grünstreifens zwischen dem Gebäude Spielberg 6 und der Gemeindestraße beschloss das Gremium, die Befestigungsarbeiten entsprechend der Behandlung im Bauausschuss auszuführen. Dieser hat bei einer Ortsbesichtigung den Vorschlag des Vorsitzenden im Hinblick auf das Entfernen des Betons in der Breite des angrenzenden Gehweges und Verlegung eines Kleinstein-Pflasters mit Leistensteinen einstimmig angenommen. Beimler gab außerdem zwei Beschlüsse aus dem nichtöffentlichen Teil der Mai-Sitzung bekannt. So wurde das Aufsplitten des Geschichtswegs in die Projekte „LandKULTUR“ sowie „Umwelt- und klimaverträgliches Naturerlebnis- und Tourismusangebot“ mit Errichtung einer Informationsstelle im Bereich der Freizeitanlage genehmigt und die dazugehörige Antragstellung für Zuschüsse bei der Regierung der Oberpfalz beschlossen.

 

 

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