Albert Pühler ist am Mittwoch, 6. Mai, im Alter von 75 Jahren verstorben. Mit ihm verliert die Marktgemeinde einen engagierten Mitbürger. „Sein Wort, seine Meinung und auch seine zum Teil kritischen Diskussionsbeiträge hatten Gewicht und wurden respektiert“, würdigte Bürgermeister Georg Bocka den Verstorbenen am Grab. Albert Pühler sei kein Freund lauter oder unsachlicher Auseinandersetzungen gewesen. Vielmehr setzte er auf Ausgleich und Versöhnung.
In der Waldthurner Pfarrkirche St. Sebastian nahm eine große Trauergemeinde Abschied. Die Begräbnismesse zelebrierte Pfarrer Norbert Götz zusammen mit Pühlers Sohn, Pater Augustinus Pühler. Ein Satz, den Pühler laut Pfarrer Götz einst selbst sagte, erfüllte sich auf bewegende Weise: „Ein Pfarrer Götz hat mich damals getauft und ein Pfarrer Götz wird mich einmal begraben.“
Geboren wurde Albert Pühler am 16. August 1950 als zweites von drei Kindern. Beruflich fand der gelernte Maurer seine Erfüllung als Kraftfahrer und Busfahrer. Viele Jahre war er europaweit unterwegs. Trotz dieser Belastung blieb er stets eng mit seiner Familie und seiner Heimat verbunden. Seine Leidenschaft für Fahrzeuge begleitete ihn bis zuletzt.
Über 40 Jahre war er mit seiner Frau Renate verheiratet. Die Familie bedeutete ihm viel, ebenso der Glaube. Eine große Freude war es für ihn, im vergangenen Jahr die Priesterweihe seines Sohnes Roland – heute Pater Augustinus beim Deutschen Orden – miterleben zu dürfen.
Ein Leben ohne Ehrenamt war für Albert Pühler nicht vorstellbar. Über fünf Jahrzehnte hielt er der Krieger-, Soldaten- und Reservistenkameradschaft Waldthurn die Treue. 25 Jahre lang führte er gewissenhaft die Kasse und galt als Herz des Vereins. „Ohne ihn gäbe es den Verein in dieser Form wohl nicht mehr“, so Bürgermeister Bocka.
Auch bei der Feuerwehr Waldthurn war er seit 1967 aktiv. Darüber hinaus engagierte er sich bei der Siedlergemeinschaft, war Gründungsmitglied der Freien Wähler Waldthurn, viele Jahre Mitglied im Sozialverband VdK und förderndes Mitglied bei der Trachtenkapelle Waldthurn. Albert Pühler war ein geselliger und humorvoller Mensch, der die Gemeinschaft liebte, ob am Stammtisch beim Gurs in Woppenrieth oder im Gespräch mit Freunden. In den letzten Jahren machte ihm seine Gesundheit zunehmend zu schaffen.
In Waldthurn war er geboren, in Waldthurn wollte er sterben. Ein Wunsch, der ihm dank der liebevollen Pflege seiner Frau Renate erfüllt werden konnte. Nun waren seine Kräfte zu Ende gegangen, er ist friedlich eingeschlafen.













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