13.03.2020 - 08:36 Uhr
WaldthurnOberpfalz

Waldthurner Jagdgenossen weiter mit Notvorsitzenden

Bürgermeister Josef Beimler springt ein weiteres Mal in die Bresche. Er wird für ein Jahr den Vorsitz der Jagdgenossen Waldthurn übernehmen.

Bürgermeister Josef Beimler (Dritter von rechts) wird bis zur nächsten Jagdversammlung im März 2021 zum Vorsitzenden der Jagdgenossenschaft Waldthurn bestimmt. Der Vorstand samt Jagdpächter Dominik Schürz (Dritter von links) sind froh darüber.
von Franz VölklProfil

Die beiden Wahlleiter Michael Steiner und Martin Mäckl fragten hartnäckig in die Runde der Waldthurner Jagdgenossen, es fand sich aber auch am Mittwochabend kein Bewerber für den Posten des neuen Vorsitzenden. Die Konsequenz war, dass Steiner Bürgermeister Josef Beimler satzungsgemäß für ein weiteres Jahr zum Vorsitzenden bestimmte.

Nach dem Verzicht einer erneuten Kandidatur des zuvor zehn Jahre tätigen Jagdvorstehers Ernst Müller im März 2019 konnte diese Position mangels Bewerber damals nicht neu besetzt werden. Müller musste die Genossenschaft noch drei Monate führen. Der bei der außerordentlichen Jagdversammlung im Juni 2019 gewählte 2. Vorsitzende Reinhard Arnold und auch die bereits im März 2019 gewählten Michael Grünauer (Schriftführer), Helmut Gollwitzer (Kassier) und Manfred Bäumler als Beisitzer bleiben im Amt. Auch die Kassenprüfer Dieter Malzer und Josef Zielbauer bleiben weiterhin im Gremium. Als neuen Datenschutzbeauftragten bestimmte Beimler Hans Feiler.

Beimler lobte für das abgelaufene Jahr besonders die Aktivitäten seines Stellvertreters Reinhard Arnold. Schriftführer Michael Grünauer verlas den Ablauf der Versammlungen des vergangenen Jahres und stellte für den verhinderten Kassier Helmut Gollwitzer die Kassenlage der Genossenschaft dar. Nach Abstimmung wird der Pachtzins 2019/2020 in diesem Jahr nicht ausbezahlt.

Jagdpächter Dominik Schürz berichtete von den jagdliche Aktivitäten in der 815 Hektar großen Waldthurner Jagd. Obwohl im vergangenen Jahr keinerlei Wildschäden gemeldet wurden, seien er und seine Mitjäger auch in Zukunft „dahinter“, Schäden so weit wie möglich zu verhindern. Dazu habe er sich ein „Dual-use-Gerät“ gekauft und dieses selbstverständlich auch, vorerst für 3 Jahre, von der Jagdbehörde genehmigen lassen. Dies könne zwar die Sicht verbessern, sei aber auch kein Allheilmittel. Investiert habe der Jagdpächter in „Vergrämung“ aber auch in eine Drohne, mit er auch hinsichtlich der Kitzrettung bessere Sicht von oben habe. Schürz dankte Hans Feiler für die Errichtung eines E-Zaunes. Während des Berichts des Pächters kamen immer wieder Diskussionen der Genossen hinsichtlich der Jagdstrategien im Bereich Mangelsdorf auf.

Schürz berichtete von den beiden „Jungjägern“ Michael Troidl und Andreas Troidl, die eine echte Verstärkung seien und aktiv im Revier unterwegs sind.

Laut Schürz sei für die Bejagung von Wildschweinen die technische Unterstützung durch Wildkameras wichtig. Manfred Bäumler meinte, dass sich der Vorstand mit dem Jagdpächter in nächster Zeit zusammensetzen sollte.

Hans Riedl aus Bibershof meinte, da auch in diesem Jahr der Pachtzins nicht ausbezahlt werde, wäre es vielleicht sinnvoll, von diesem Geld Wildkameras für den Jäger zur Verfügung zu stellen. Beimler versprach, dies im Vorstand zu diskutieren.

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.