03.06.2019 - 08:46 Uhr
WaldthurnOberpfalz

Waldthurner stolz auf ihren Marktladen

Vor einem Jahr fand der Umzug des Gänsbürgerladens in die neuen Räumlichkeiten statt. Nicht nur dies gibt Anlass um zu feiern, finden die Geschäftsführer Michael Steiner und Petra Reil und die Beiräte der Marktladen UG.

Viele Waldthurner sind der Einladung zum Aktionstag gefolgt.
von Tanja PflaumProfil

Alle Gesellschafter der Marktladen UG waren zu einem Aktionstag in und um den Gänsbürgerladen eingeladen. In den Räumen des kleinen „Einkaufszentrums“ luden die beiden Geschäftsführer mit den Beiräten und den „Gänsedamen“, so wird das Personal von Bürgermeister Josef Beimler bezeichnet, zu einem Gläschen Sekt ein. Auch Kaffee und Kuchen sowie Getränke standen parat. Später gab es Bratwürste. Honig, Brotaufstriche, handgemachte Schokolade und Pralinen luden zum Verkosten ein. Auf dem Vorplatz hatten sich Christine Hörig und Magdalena Puff mit ihrem Kinderschminkstand eingerichtet. An zwei weiteren Ständen boten private Verkäufer Selbstgebasteltes an. Auch das Reha-Zentrum präsentierte seine Produkte. Die Kinder hatten ihren Spaß und ein mobiler Optiker-Meisterbetrieb stellte sich vor, der künftig 14-tägig im Marktladen sein wird.

Auf dem „Hostau-Platz“, dem neu angelegten Parkplatz, fanden sich im Laufe des Nachmittags immer mehr Gäste ein. Bevor der eigentliche „Festakt“ startete, spielten die Hulzstoussboum zünftig auf.

Geschäftsführer Michael Steiner begrüßte etwas später Landtagsabgeordneten Stephan Oetzinger, Vladimir von Lobkowitz, Bürgermeister Josef Beimler und seine Stellvertreter und seine Marktratskollegen. Auch die Bürgermeister der Partnerstadt Hostau, Miroslav Rauch, und der Nachbargemeinde Georgenberg, Johann Maurer, hatten sich eingefunden. Weiter konnte Steiner Pfarrer Norbert Götz, Franz Beimler (Staatsministerium, Abteilung Ländlicher Raum und nachwachsende Rohstoffe, Verwaltung für Ländliche Entwicklung), Karsten Heßing (Amt für Ländliche Entwicklung) und natürlich die Gesellschafter der Marktladen UG begrüßen. „Seit einem Jahr befindet sich unser Marktladen jetzt schon an seinem neuen Standort und trägt erfolgreich zur Grundversorgung in Waldthurn bei“, berichtete Steiner stolz.

Der große Parkplatz gleich in der Nähe ist eine Aufwertung – nicht nur für den Laden, sondern auch für ganz Waldthurn, merkt er außerdem an. „Da kleine Geschenke die Freundschaft erhalten, haben alle Gesellschafter mit ihrer Einladung Getränke- und Essensgutscheine erhalten, auch als Dankeschön für die Unterstützung“, so Steiner. Er bedankte sich auch bei der Gemeinde, die für alle Anliegen immer ein offenes Ohr habe. Ein besonderes Dankeschön ging an die „Gänsedamen“: „Was unser Personal leistet ist beachtlich. Der Einsatz der Damen geht oft über das normale Maß hinaus!“ An die Gäste gewandt forderte der Geschäftsführer: “Bleiben Sie uns weiter treu und gewogen“.

Bürgermeister Josef Beimler bezeichnete den Marktladen als kleines „Kommunikationszentrum“. In dem integrierten Café kurz verweilen, sich im Laden aufhalten und Neuigkeiten erfahren – all das mache einen Ort lebens- und liebenswert, ist er sich sicher. Beimler dankte den beiden Geschäftsführern für ihren unermüdlichen Einsatz und dem Marktladen-Beirat für die ebenfalls ehrenamtliche Arbeit. Weiter betonte er, dass es wichtig sei, im Laden auch Regionale Produkte anzubieten. „Der Marktladen kann nicht von dem Leben, was ihr in Weiden oder Vohenstrauß vergessen habt“, gab er allerdings zu bedenken und appellierte an alle, auch einmal einen Wocheneinkauf dort zu erledigen.

Oetzinger freute sich, dass sich der Gänsbürgerladen so gut entwickelt hat – man merke, dass der Laden gut angenommen werde. „Es gibt immer wieder Neues, auch ein Teil des öffentlichen Lebens spielt sich dort ab“, stellte er anerkennend fest. Er sagte dem Amt für Ländliche Entwicklung „Danke“, da es große Hilfestellungen im ländlichen Raum anbiete. Vladimir von Lobkowitz berichtete über die mittlerweile Jahrhunderte andauernde Verbindung der Lobkowitzer mit Waldthurn. Er freute sich auch darüber, dass „sein“ Sauerkraut im Gänsbürgerladen zum Verkauf angeboten werde. Er sei zu diesem Festtag auch aus Traditionspflege gekommen, merkte er an. „Es ist schön, dass nach so vielen Jahren immer noch Spuren der Verbindung da sind und die Erinnerungen lebendig bleiben“, so Lobkowitz.

Der Hostauer Bürgermeister, Miroslav Rauch, hat die Einladung „mit großer Freude entgegengenommen!“ Die Intensität der gegenseitigen Aktionen gibt Zeugnis, dass die Partnerschaft der beiden Gemeinden lebendig ist. Jeder Hostauer kenne Waldthurn. „Wir sind stolz auf diese Partnerschaft“, betonte Rauch.

Mit einem herzlichen „Auf geht’s!“ fordert Michael Steiner die „Hulzstoussboum“ auf, mit Musik auf den gemütlichen Teil des Festtages überzuleiten.

Vladimir Lobkowitz (stehend, Sechster von rechts) freut sich über die Einladung und darüber, dass die Erinnerungen an die Verbindungen mit dem Haus Lobkowitz lebendig bleiben.
Interessiert zeigen sich viele Waldthurner am Angebot von "DerBrillenmann GmbH"
Viele Kinder lassen sich von Magdalena Puff (rechts) und Christine Hörig (nicht im Bild) fantasievoll bemalen.
Geschäftsführer Michael Steiner (stehend) begrüßt die Gäste und freut sich, dass so viele der Einladung gefolgt sind.

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