10.07.2020 - 10:08 Uhr
WaldthurnOberpfalz

Waldthurner Vorschulkinder schnuppern Schulluft

Die Kindertagesstätte (Kita) St. Josef Waldthurn ist seit dem 1. Juli wieder geöffnet und gleichzeitig proppenvoll. Derzeit beheimatet der Kindergarten 59 Kinder und die Kinderkrippe 12 Mädchen und Buben.

Die Vorschulkinder der Waldthurner Kita fühlen sich in ihrem ausgelagerten Gruppenraum in der Schule zusammen mit Erzieherin Martina Lorenz sichtlich wohl.
von Franz VölklProfil

Da die vorhandenen Räumlichkeiten in der Kita nicht mehr ausreichen, hat Bürgermeister Josef Beimler nach Vorgesprächen mit der Kitaleitung bei der Schulleiterin Carina Hartwig, die das Hausrecht der Wolfgang-Caspar-Printz Grundschule ausübt, angefragt, ob man für die Vorschulkinder an der Bildungseinrichtung einen Raum einrichten könne.

„Herzlichen Dank für die unkomplizierte Bereitstellung des Raumes aber auch die Idee, den ehemaligen Musik- und Krabbelgruppenraum zur Verfügung zu stellen. Nicht zu vergessen der Dank an Hausmeister Lothar Schön für sein unermüdliches Engagement und Arbeit“, sagte Kita-Leiterin Sonja Kick.

So habe Schön in der Coronazeit, als die Kinder daheim waren, den neuen Schulraum gestrichen, neue Fußböden verlegt und eine zweite Fluchttreppe für innen und außen eingebaut. „Die Rektorin hat sogar die Vorhänge für diesen Raum selbst genäht, die Zusammenarbeit mit der Schule ist nicht nur gut, sondern ist optimal, was wir sehr schätzen“, so Kick weiter.

Derzeit seien 15 Vorschulkinder unter der Leitung von Erzieherin Martina Lorenz bereits in den Schulbereich, das Bauamt habe auf einen separaten zweiten Fluchtweg und Veränderungen in Sachen Brandschutz bestanden.

So haben das Jugend- und Bauamt Neustadt/WN vorzeitig ab 1. Juli 2020 diesen Raum zur Nutzung genehmigt. Mittlerweile fühlen sich die acht Buben und sieben Mädchen in ihren neuen Räumen pudelwohl, stören auf keinen Fall den Schulbetrieb, treffen auch mit den Schulkindern nicht zusammen, was auch verboten ist.

Gerne winken sie durch das Fenster zu den Mädchen und Buben der Schule, Rektorin Hartwig und die Lehrkräfte kommen gerne ans selbstverständlich geschlossene Fenster und sucht so den Kontakt zu ihren zukünftigen Erstklässlern. „ Die Schulkinder tragen Masken, die Kitakinder brauchen keine zu tragen, sie machen dann im Freien Pause, wenn die Schulkinder Unterricht haben. Die Vorschulkinder kommen durch den unteren Eingang an der Schule in ihre Gruppe und bringen ihre Brotzeit selbst mit, da derzeit kein Mittagessen zur Verfügung gestellt wird. „Hier ist es echt schön“, sagte eines der Mädchen. Wichtig sei laut Kick, dass sich sämtliche Kinder der einzelnen Gruppen ob gelb, rot, blau oder Vorschul- und Krippenkinder auf keinen Fall coronabedingt begegnen dürfen, was zwar hart ist, die Kinder sich aber sehr gut daran halten.

Insgesamt sei es laut Kick so, dass die Kinder der Kita gestaffelt am Morgen kommen und auch wieder gestaffelt gehen. In der Kita sind am Boden entsprechende Punkte angebracht, damit die Kinder der einzelnen Gruppen den Punkten entlang ihre eigenes Klo finden. Auch der Garten ist mit Fähnchen abgegrenzt und jede Gruppe spielt in ihren eigenen Bereich. „Wenn die Fähnchen mal weg sind, ist Corona vorbei“, sei ein Satz, den man in der Kita immer wieder hört.

„So könnten wir eine eventuelle Infektionskette nachvollziehen“, erklärt Kick weiter. "Unsere Kinder sind so richtig diszipliniert, kommen am Morgen und reinigen ihre Hände." Obwohl die Eltern froh waren, dass es nach der Pandemie wieder die Möglichkeit zum Kita-Besuch gibt, sei doch manchmal wegen der vielen behördlichen Einschränkungen immer wieder etwas Unmut zu spüren. Auch die Eltern der einzelnen Gruppen sollen sich nicht treffen, so sei das pünktlich Abholen und Bringen der Kinder eine Voraussetzung.

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