Am Freitag, 13. März, ist die Waldthurnerin Waltraud Jentsch im Alter von 84 Jahren verstorben. Während andere Urlaub in Dubai machten, verbrachte "Traudl" mehrmals im Jahr ihren Urlaub in Piding bei Bad Reichenhall in Oberbayern, wo ihre Tochter Michaela wohnt. Dort feierte sie auch die Geburtstage ihrer zwei Enkelkinder und vier Urenkel, auf die sie sehr stolz war. Oft blieb sie gleich mehrere Tage dort. Gerne hat sie auch Biathlon in Ruhpolding verfolgt, wenn sie schon in der Gegend war. Überhaupt waren ihr ihre Enkel und Urenkel sehr wichtig. Schon in der Früh schaute sie per Laptop oder Handy nach, ob es Bilder oder Nachrichten von ihnen gab.
Geboren wurde Waltraud Jentsch am 29. August 1941 als Waltraud Merz in Weiden. Dort wuchs sie auf und ging zur Schule. In Weiden arbeitete sie zunächst in der Buchhaltung bei der Firma Witt und später bei der Sparkasse. Beim Fußball lernte sie ihren Ehemann Walter Jentsch kennen, den sie 1961 heiratete. Gemeinsam bauten sie das Haus in Waldthurn. Der Tochter Michaela schenkten sie das Leben.
Als die Ehe auseinanderging, fand sie in Josef Stubenrauch einen neuen Lebensgefährten, mit dem sie über Jahrzehnte verbunden war. Als er schwer erkrankte, pflegte sie ihn bis zu seinem Tod im Jahr 2018. Im Haus lebte auch ihre Mutter, die im Jahr 2001 verstarb, kurz bevor Traudl Jentsch in den Ruhestand ging.
Seit 1980 war sie Mitglied beim FSV Waldthurn und betreute dort zeitweise das FSV-Sportheim. Aktiv war sie auch in der Gymnastikgruppe, unter anderem als Vorturnerin. Später wurde diese Gruppe in eine Kegelgruppe überführt. Seit 48 Jahren war sie Mitglied beim OWV Waldthurn. Besonders gefielen ihr die regelmäßigen Treffen mit den ehemaligen Klassenkameraden aus der Grund- und Mittelschule.
Die Verstorbene war bescheiden in ihrer Lebensführung, zugleich aber eine beliebte, lebenslustige und hilfsbereite Frau, die sich stets um andere kümmerte. Gesundheitliche Probleme blieben nicht aus. Die flotte Autofahrerin war überglücklich, als das Autofahren wieder möglich war. Zuletzt wurde im Februar erneut eine schwere Krankheit festgestellt. Auf der Palliativstation ist sie schließlich verstorben. „Eigentlich wollte sie 100 Jahre alt werden – dies war ihr aber nicht vergönnt“, sagte Pfarrer Norbert Götz.
Er zelebrierte die Begräbnismesse in der Pfarrkirche St.-Sebastian in Waldthurn. Georg Schmidbauer begleitete an der Orgel, Hans-Peter Reil, Hannah Griesbach und Manuela Grünauer umrahmten das Requiem gesanglich. Pfarrgemeinderatssprecherin Birgit Bergmann sprach die Lesung und die Fürbitten.
Am Nebeneingang der Pfarrkirche verabschiedeten sich Familie, Freunde und Nachbarn. Pfarrer Norbert Götz segnete die Verstorbene, und ein Fahrzeug machte sich mit ihr auf den Weg nach Piding in Oberbayern, wo sie ihre letzte Ruhestätte findet.













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