Waldthurn
01.05.2026 - 13:10 Uhr

Wallfahrtseröffnung auf dem Fahrenberg zieht zahlreiche Gläubige an

Die Wallfahrtseröffnung 2026 am Fahrenberg lockt bei strahlendem Sonnenschein zahlreiche Gläubige an. Pfarrer Norbert Götz führt die Prozession, während der Chor „TonART“ die Messe musikalisch bereichert.

Die Wallfahrtseröffnung 2026 zum „Heiligen Berg der Oberpfalz“, dem Fahrenberg, war auch in diesem Jahr „wie aus dem Bilderbuch“. Zahlreiche Gläubige machten sich am 1. Mai bei herrlichem Sonnenschein, erfrischendem Wind und erbauendem Gebet zur feierlichen Eröffnung auf. Viele Pilger kamen nicht nur mit dem Auto, sondern zogen auch zu Fuß aus den umliegenden Orten hinauf auf den „Heiligen Berg der Oberpfalz“, um der Gottesmutter ihre Anliegen anzuvertrauen.

Bereits am frühen Morgen setzte sich die traditionelle Fußwallfahrt an der Pfarrkirche St.-Sebastian in Waldthurn in Bewegung. Betend und singend führte Pfarrer Norbert Götz die Prozession an, begleitet von Fahnenabordnungen der KLJB, KLB, der Kolpingsfamilie Waldthurn, der MMC Waldthurn und des Frauenbundes. Sogar eine Fahnenabordnung des MMC aus dem Bezirk Pilsen war aus Böhmen angereist.

In seiner Predigt sagte Hauptzelebrant Pfarrer Norbert Götz, die Friedenmadonna vom Fahrenberg blicke in den Osten und sei auch ein Symbol für länderübergreifende Wallfahrten. Der Geistliche gedachte des kürzlich verstorbenen Fahrenbergmesners Josef Riedl, der vor genau 68 Jahren das Mesneramt am Fahrenberg übernommen hatte und es bis zum letzten Jahr ausübte. Die Heimat von Josef Riedl sei der Fahrenberg gewesen. Für die Menschen in der Region bedeute Heimat Berge, Wälder und eben auch dieser Fahrenberg. Hier sei es oft sehr kalt, aber innerlich bringe dieser Berg Wärme.

Die vielen Pilger, die heraufziehen, stellten oft fest, dass ihnen die Himmelmutter vom Fahrenberg geholfen habe. Besonders am Festtag „Patrona Bavariae“, der Schutzfrau Bayerns, werde auf dem Heiligen Berg der Oberpfalz deutlich, wie tief die Marienverehrung im Glauben der Menschen verwurzelt ist. Viele Pilger kommen auch mit der Sehnsucht nach Frieden in der Welt auf den Fahrenberg. „Lassen wir uns von Maria zu Jesus hinführen“, ermutigte Pfarrer Götz die Gläubigen.

Der Waldthurner Chor „TonART“ gestaltete die festliche Eucharistiefeier in der Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung eindrucksvoll musikalisch. Christoph Pausch leitete den Chor, Bernhard Schmidhuber begleitete an der Orgel. Zum Abschluss des Gottesdienstes segnete man feierlich die neue Fahne der Katholischen Landvolkbewegung (KLB) Waldthurn. Mit der Eröffnung der Wallfahrt beginnt auch die neue Pilgersaison: Bis zum Dreikönigsfest im November finden an Sonn- und Feiertagen wieder regelmäßig Gottesdienste auf dem Fahrenberg statt.

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