Waldthurn
09.09.2019 - 10:17 Uhr

"Weiterer Meilenstein geschafft"

Mit der Fertigstellung des Parkplatzes mit Hostauplatz im Bereich des ehemaligen Rathauses und der Generalsanierung des Bergmannhauses ist ein weiterer Bauabschnitt im Rahmen der Dorferneuerung (DE) abgeschlossen.

Bürgermeister Josef Beimler (am Rednerpult) begrüßte alle Gäste, die zur Segnung und offiziellen Bestimmungsübergabe gekommen waren. Bild: fla
Bürgermeister Josef Beimler (am Rednerpult) begrüßte alle Gäste, die zur Segnung und offiziellen Bestimmungsübergabe gekommen waren.

„Die Dorferneuerung ist ein Segen für den Markt Waldthurn“, mit diesen Worten eröffnete Bürgermeister Josef Beimler die Einweihung und Bestimmungsübergabe der jetzt abgeschlossenen Projekte. Schlagwörter wie Innerortsbelebung, Barrierefreiheit, Wohnraumschaffung, Integration und Inklusion beschäftigen zurzeit Politik und Medien - passen aber auch zur Fertigstellung der Maßnahmen. Anfangs ein umstrittenes, viel diskutiertes Projekt - das fast vier Jahre die Gemeinde beschäftigte - könne man nun einen Abschnitt der DE abschließen, der wichtig für den Fortbestand der Gemeinde ist, erklärte Beimler. Erfreulich sei, dass der Parkplatz gut angenommen wird und dadurch auch der Marktladen eine Aufwertung erfährt. Die Neubürger im Bergmannhaus fühlen sich wohl, die Ladestationen werden genutzt und durch den Hostauplatz werden die guten Beziehungen zur Partnerstadt gestärkt und sichtbar.

Das Gemeindeoberhaupt begrüßte die vielen Ehrengäste, unter anderem die Vertreter des Amts für Ländliche Entwicklung (ALE) Tirschenreuth, die Baudirektoren Erik Bergner und Georg Braunreuther, die Ortsplaner Rudolf Meißner und Anne Wendl und Vertreter des Verbandes für ländliche Entwicklung (VLE), Vorsitzenden Erwin Michl, Johann Vetterl und Jürgen Walberer. Natürlich waren auch die Vertreter der Partnerstadt Hostau, mit Bürgermeister Miroslav Rauch an der Spitze, angereist. Zur Feierstunde waren auch Technischer Amtsrat Dieter Bauer (Wasserwirtschaftsamt), die Markträte sowie die Rathausmitarbeiter, die Mitarbeiter des Bauhofs und die Mitglieder der Teilnehmergemeinschaft (TG) Waldthurn 3 eingeladen. Außerdem konnte Beimler Vertreter der Bayernwerk AG, aller an den Maßnahmen beteiligten Firmen und die Anlieger begrüßen.

Nachdem Pfarrer Norbert Götz den Einrichtungen den kirchlichen Segen gegeben hatte, ergriff der Abteilungsleiter für Land- und Dorfentwicklung am ALE, Baudirektor Erik Bergner, das Wort. Er stellte sich kurz vor und dankte für die Einladung. Zunächst berichtete er im Allgemeinen über das Thema „Dorferneuerung“. Das Ziel sei es, vitale Dörfer als lebendige Heimat mit eigenständigem Charakter und als attraktiven Lebensraum zu erhalten und weiterzuentwickeln. Dazu wurde die DE in den letzten Jahren den neuen örtlichen Aufgabenstellungen angepasst und der „Instrumentenkoffer“ erweitert. Neu dazu kamen verschiedene Förderprogramme, wie die Initiative „Innen statt Außen“, von der der Markt aktuell ebenfalls Gebrauch macht. „Was für mich besonders wichtig ist: Die DE lebt vom Mitmachen!“, so Bergner. Nur wenn die Bürger von Anfang an aktiv an der Gestaltung mitwirken, identifizieren sie sich mit dem Ergebnis. In Waldthurn ist dies sehr gut gelungen. Eine erfolgreiche DE benötigt aber auch Zeit. Er berichtete auch, dass bisher Investitionen von rund 2,4 Millionen Euro (Fördergelder rund 1,26 Millionen Euro) bezuschusst wurden. Darüber hinaus konnten 50 private Maßnahmen durch das ALE gefördert werden. Alle Maßnahmen seien mit Bedacht geplant. Er gratulierte zu der wunderbaren Platzgestaltung. „Es ist ein neuer Ortsmittelpunkt entstanden“, betonte der Baudirektor. Man begleite den Markt schon seit vielen Jahren, erzählte er weiter. „Der Markt ist bei uns ein guter Kunde und nutzt nahezu das komplette Dienstleistungsangebot – dies liegt natürlich auch am engagierten Bürgermeister“, merkte er augenzwinkernd an. Beimler dankte Bergner für seine Worte und versicherte, dass er noch öfter kommen wird, da die Liste des Marktes noch länger ist.

„Mit den Neugestaltungen des Platzes und des Bergmannhauses ist ein weiterer Meilenstein geschafft“, wusste der Vorsitzende der TG Waldthurn 3, Georg Braunreuther zu berichten. Es entstanden Wohnräume, Parkplätze, Ladestationen und sogar eine öffentliche Toilette. Mit der Namensgebung „Hostauplatz“ unterstreiche man die gelebte Partnerschaft. Waldthurn sei durch alles ein Stück weit attraktiver geworden, ist Braunreuther sich sicher. Kurz stellte er die einzelnen Maßnahmen vor und bedankte sich bei allen daran Beteiligten dafür, dass alles reibungslos gelaufen ist.

Der Hostauer Bürgermeister Miroslav Rauch fühlte sich geehrt, dass der Platz den Namen seiner Stadt erhielt – dies weise auch auf die Intensität der Partnerschaft hin. Er könne sich gut vorstellen, auch in Hostau einen Platz oder eine Straße nach Waldthurn zu benennen, merkte er abschließend an. Ortsplanerin Anne Wendl (Büro Landimpuls) berichtete über die Entwicklungsgeschichte des Parkplatzes und wies darauf hin, dass zur Begrünung viele heimische Bäume und Sträucher gepflanzt wurden. Der Vorsitzende des Verbandes für Ländliche Entwicklung, Erwin Michl, erklärte, dass es normalerweise nicht üblich ist, dass der Verbandsvorsitzende bei einer Einweihung eine Rede hält. Hier lägen die Dinge aber etwas anders. „Eigentlich ist euer Bürgermeister als Landesvorsitzender des VLE mein Chef“, so Michl. Aus diesem Grund ließ er es sich nicht nehmen, um ebenfalls ein paar Worte zu sprechen. Er freue sich auch auf weitere Maßnahmen in der Gemeinde.

Abschließend bedankte sich das Waldthurner Gemeindeoberhaupt bei allen Rednern und lud zum gemütlichen Teil der Feier ein. Die passende musikalische Umrahmung dazu lieferten die „Hulzstoussboum“.

Baudirektor Erik Bergner (Amt für Ländliche Entwicklung Tirschenreuth) gratulierte der Gemeinde zu einer weiteren gelungenen Maßnahme im Rahmen der Dorferneuerung. Bild: fla
Baudirektor Erik Bergner (Amt für Ländliche Entwicklung Tirschenreuth) gratulierte der Gemeinde zu einer weiteren gelungenen Maßnahme im Rahmen der Dorferneuerung.
 
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