01.12.2019 - 10:07 Uhr
WaldthurnOberpfalz

Zukunftsprojekte im Marktrat Waldthurn

Umbau, Anbau und Sanierung – in Waldthurn gibt es auch zum Jahresende viel zu tun. „Vor Weihnachten müssen auf jeden Fall noch die Fenster in der Baustelle Marktplatz 2 eingebaut werden“, fordert der Bürgermeister.

Gesundheits-Coach Thomas Eberl (von links) kam zum Projektauftakt "Neun2727" mit Bürgermeister Josef Beimler und Koordinatorin Doris Völkl. Die Reihe wird weiterlaufen, heißt es in der Marktratssitzung.
von Tanja PflaumProfil

Das Gebäude Marktplatz 2 soll winterfest gemacht werden, damit auch drinnen weitergearbeitet werden kann. Bürgermeister Josef Beimler gab in der Marktratssitzung einen kurzen Überblick über die restlichen Arbeiten. So müsse beispielsweise der Abbau des Krans spätestens in Kalenderwoche 51 erfolgen. Demnächst würden die Außenputzarbeiten beginnen, sofern es die Witterung zulässt. Liefertermin für die Fenster sei voraussichtlich der 12. Dezember. Sobald diese eingebaut sind, werde ein mobiles Heizgerät aufgestellt.

Mehrere Entscheidungen hatte das Gremium wegen Gewerksvergaben zum Umbau und zur Sanierung jenes Gebäudes zu treffen. Die Estricharbeiten werden von der Firma Hela Estrichbau GmbH aus Pfreimd ausgeführt. Mit rund 22 000 Euro lag das Angebot sogar unter der ursprünglichen Kostenberechnung von rund 23 800 Euro. Für das Gewerk Flachdacharbeiten entschieden sich die Markträte für das Angebot der Firma Hecht aus Weiden (rund 23 000 Euro). Das Gewerk Innenputzarbeiten übernimmt die Firma Hermann Paul aus Weiden. Auch hier werden die Kosten mit rund 34 200 Euro billiger als zuvor berechnet (39 600 Euro). Statt Innenputz an den Außenwänden des Altbaus werden Vorsatzschalen in Trockenbauweise ausgeführt. Die Räte entschieden zudem, die Gewerke Zimmerei- und Spenglerarbeiten, Gerüstbau und erforderliche Sicherheitsmaßnahmen an den Nachbargebäuden für das Anwesen Marktplatz 13 beschränkt auszuschreiben.

Zur Planung der Erweiterung der Kinderkrippe werden mehrere Architekturbüros angeschrieben. Die beschränkten Ausschreibungen für die Außengeräte sowie für die Materiallieferungen und die Gerätestunden für den Generationengarten in Albersrieth liefen am 25. November getrennt. Acht Firmen wurden für die Außengeräte und sieben für Material und Gerätestunden beteiligt. Beimler wirkte etwas überrascht, als er diesen Punkt vortrug, da er nach eigenen Worten „nicht mitbekommen habe, dass die Ausschreibung bereits gestartet ist“. Auch Hubert Stahl bemängelte dies: „Eigentlich hatten wir beschlossen, zuvor eine Bauausschusssitzung abzuhalten.“ Jedoch hatten die Markträte keine Einwände gegen die angesprochenen Firmen. Der Abgabeschluss wurde auf den 18./19. Dezember verschoben.

Uneins bei Finanzierung

In der vergangenen Marktratssitzung hatte es Nachfragen zur Finanzierung der Schloss-Sanierung gegeben. Daraufhin wurde noch einmal bei der Regierung nachgehakt. In dem Antwortschreiben heißt es sinngemäß: Für die Maßnahmen vorgesehene Mittel müssen bis Ende 2020 bewilligt sein, d.h. die vollständigen Antragsunterlagen müssen bis spätestens 1. September 2020 vorgelegt werden. Der Verwendungsnachweis muss unter Berücksichtigung von Prüfzeiten bis spätestens 1. März 2020 vollständig vorliegen, um Zuwendungen abzurufen. Der Fördersatz bleibt bei 75 Prozent, die förderfähigen Kosten wurden angeglichen und liegen aktuell bei rund 1,33 Millionen Euro. Mit 12 zu 2 Stimmen – für zwei Markträte war der genaue Abgabezeitpunkt des Verwendungsnachweises immer noch nicht geklärt - wurde die Finanzierung so genehmigt.

Der erste Punkt der Mitteilungen des Bürgermeisters betraf die Initiative „Innen statt Außen“, hier speziell das Anwesen Marktplatz 7. Da es für reine Wohnbebauung keine Förderung mehr gebe, wird überlegt, die Pfarr- und Gemeindebücherei dort an- und umzubauen. „Dies kommt in einer der nächsten Sitzungen auf die Tagesordnung“, sagte Beimler. Ohne Mängel sei die Baugebietserschließung „Am Badeweiher“ abgenommen worden, berichtete er weiter. „Aufgrund der Vielzahl an Projekten und Maßnahmen findet eine außerordentliche Vergabesitzung am 13. Dezember statt“, informierte das Gemeindeoberhaupt die Markträte.

Das Projekt „Neun2727 – gut leben im Waldthurner Land“ könne durch einen Zuschuss der AOK in Höhe von 40 850 Euro auch im nächsten Jahr fortgeführt werden. Weiter berichtete der Rathauschef, dass der Verein Naturparkland Oberpfälzer Wald - ILE das Instrument der Online-Befragung LE.NA für den weiteren Prozess (Meinungen, Ideen und Bedürfnisse der Bevölkerung) einsetzen wird. Nach den Projektabfragen bei den einzelnen Gemeinden werde das Fachbüro UMS Stadtstrategien aus Leipzig einen Fragenkatalog entwickeln.

Anträge in Warteschleife

Drei Meldungen kamen abschließend aus den Reihen des Gremiums. Andreas Troidl sprach die Umbauung beim Containerplatz an. Bürgermeister Beimler wird sich mit der Firma Holzbau Riedl in Verbindung setzen. Hubert Stahl hatte bereits im August einen Antrag bezüglich des Wasserschutzgebietes/Tiefbrunnen gestellt – mit der Bitte, diesen innerhalb der nächsten drei Monate auf die Tagesordnung zu setzen. „Das Vierteljahr ist um und noch nichts passiert“, sagte sich Stahl und pochte darauf, dass im Januar der Antrag behandelt werde. Alois Weig hatte hinsichtlich eines Waldweges ebenfalls vor längerer Zeit einen Antrag gestellt, der bis jetzt noch nicht bearbeitet wurde.

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