Allgemeine Pädiatrie und Notaufnahme
Die Notaufnahme im Eingangsbereich des Kinderklinikums ist rund um die Uhr für dringende Fälle bei kleinen Patienten da. Ob mitten in der Nacht oder am Wochenende, es ist immer jemand zur Versorgung von Notfällen bereit. Wenn Infektionswellen rollen, ist auch mal das ganze Wartezimmer voll, an anderen Tagen geht es recht ruhig zu. Aber allgemeine Pädiatrie ist mehr als Notfälle: Auch etwa Probleme mit der Verdauung und der Lunge werden hier behandelt.
Neonatologie
Die Neonatologie befasst sich mit den Erkrankungen neugeborener Kinder. Mehr als 20 Frühgeborene unter 1500 Gramm kommen im Jahr auf die Station. Sie brauchen, je nach Verfassung, anfangs noch Beatmung, Infusionen und die ganz Kleinen eine Magensonde. In Inkubatoren, auch Brutkasten genannt, überwachen Pflegekräfte rund um die Uhr ihren Herzschlag und die Atmung. Von den Frühgeborenen abgesehen kümmert sich die Neonatologie um Infektionen, Lungenentzündungen, Fehlbildungen wie Gaumenspalten, Probleme mit dem Darm und Syndrome wie das Down-Syndrom.
Perinatologie
In der Perinatologie sind unter anderem spezialisierte Kinderärzte, Geburtshelfer, Hebammen und Kinderkrankenschwestern beschäftigt. Der Fokus liegt hier auf Frühgeborenen mit einem Gewicht unter 1500 Gramm, Schwangerschaftskomplikationen und auf den Gefahren bei und nach der Geburt.
Gemeinsam mit dem Klinikum Amberg bildet das Klinikum Weiden ein Perinatalzentrum Level 1. Das heißt, Kinder, die vor der 29. Schwangerschaftswoche auf die Welt gekommen sind, werden in Amberg versorgt. Nach der 29. Woche kommen sie nach Weiden. Mit der Zusammenarbeit haben die Kliniken es möglich gemacht, eine so intensive Versorgung auch in der Region anzubieten. Die nächsten Perinatalzentren wären in Bayreuth, Regensburg und Erlangen, so weit entfernt, dass es in dringenden Fällen gefährlich werden kann.
Pädiatrische Intensivmedizin
Auch Kinder und Jugendliche brauchen gelegentlich eine intensive medizinische Versorgung, etwa bei Hirnhautentzündungen, schweren Infektionen oder nach Unfällen. Alkoholvergiftungen und Suizidversuche zählen ebenso dazu. Die Kinderklinik hat eine eigene Intensivstation, weil Babys, Kinder und Jugendliche andere Behandlung brauchen als Erwachsene. Im Vordergrund stehen auf der Station Neu- und Frühgeborene, aber auch ältere Kinder bekommen hier intensive Aufmerksamkeit und Pflege.
Kinderchirurgie
Die Kinderchirurgie an der Kinderklinik leitet Dr. Roland Böhm. Er hat dort eine eigene Praxis, weitere Chirurgen vertreten ihn. Neben geplanten Eingriffen wie bei angeborenen Fehlbildungen und Tumoren behandelt die Kinderchirurgie auch Notfälle. Dazu gehören etwa Knochenbrüche, Blinddarmentzündungen und Verbrühungen. Die Chirurgen operieren in den Räumen des Klinikums und teils auch in den Patientenzimmern auf der Kinderintensivstation.
Kinderkardiologie
Dr. Robert Zant ist Teil des Medizinischen Versorgungszentrums Nordoberpfalz und hat seine Praxis in der Kinderklinik. Dort stellt er Diagnosen rund ums Herz, prüft Herzfehler und führt Kontrolluntersuchungen durch. Die meisten seiner Patienten bleiben nicht im Krankenhaus, sondern werden ambulant behandelt.
Neuropädiatrie
Die Neuropädiatrie ist ein wichtiges Standbein der Kinderklinik. Dr. Andrea Berger ist Expertin auf dem Gebiet der Erkrankungen des Gehirns, der Nerven und der Muskeln. Ihre Patienten kommen von weiter her nach Weiden, um Hilfe bei Epilepsie, Kopfverletzungen, aber auch Stoffwechselerkrankungen, Fehlbildungen oder Entwicklungsstörungen zu bekommen.
Psychosomatik
Zwei Schwestern, Dr. Eva-Maria Haberl und Verena Haberl, leiten die Psychosomatik-Station und kümmern sich dort gemeinsam mit Ärzten, Psychologen, Erziehern und verschiedenen Therapeuten um Kinder und Jugendliche, deren psychische Probleme sich auf den Körper auswirken. Dazu zählen Anpassungsstörungen, Ängste und Verhaltensauffälligkeiten. Die treten seit der Pandemie gehäuft auf. Die Kinderklinik Weiden ist außerdem auf die Behandlung von Essstörungen spezialisiert. Oft bleiben die Patienten über längere Zeit auf der Station, bis zu mehrere Monate. Das geht aber nur, wenn sie sich selbst oder andere nicht gefährden, weil die Station an der Kinderklinik eine offene Einheit ist.
Pädiatrische Diabetologie
Die Diabetes-Patienten im Kinderklinikum unterscheiden sich von erwachsenen Patienten darin, dass sie hauptsächlich Typ-I-Diabetes haben. Während Typ-II-Diabetiker Insulin gegenüber unempfindlich werden und deswegen der Stoffwechsel nicht mehr richtig arbeiten kann, fehlt beim Typ I Insulin im Körper. Den betroffenen Kindern geht es oft sehr schlecht, und die Erkrankung muss erst festgestellt werden. Das tun in Weiden Dr. Stefanie Tretter und ihre Kollegen. Sie schulen Eltern und Kinder im Umgang mit der Krankheit. Daneben gibt es in der Diabetes-Ambulanz. Übrigens: Es erkranken immer mehr Kinder an Diabetes Typ I. Die Gründe dafür sind allerdings noch nicht klar.






























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