12.09.2018 - 16:57 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

40 Meter sind schon gewaltig

Damit kann die Mehrzahl der Stadträte anscheinend gut leben. Im Finanzausschuss auf jeden Fall sind die Vorschläge der Wirtschaft zum Gewerbegebiet Weiden-West IV schon mal positiv bewertet worden. Zumindest überwiegend.

40 Meter hohe Gebäude statt Wald? Im Finanzausschuss wird über die Wünsche aus der Wirtschaft kontrovers diskutiert.
von Volker Klitzing Kontakt Profil

Im Stadtrat, voraussichtlich in der Sitzung am 8. Oktober, wird die Diskussion weitergehen. Insbesondere beim Thema Gebäudehöhen bis zu 40 Meter (wir berichteten) dürfte die Zahl der Wortmeldungen zunehmen. Im Finanzausschuss äußerten sich nur CSU-Fraktionschef Wolfgang Pausch ("Das muss nicht landschaftszerstörend sein") und Bürgerlisten-Sprecher Reinhold Wildenauer: "40 Meter sind schon gewaltig". SPD-Fraktionschef Roland Richter erkannte einen Widerspruch bei der Stellungnahme der Oberen Naturschutzbehörde. Einerseits solle man keinen unnötigen Flächenverbrauch betreiben, in die Höhe bauen aber dürfe man auch nicht.

Insgesamt kann sich Richter mit vielen Vorschlägen der Wirtschaft anfreunden, zum Beispiel, dass ortsansässige Betriebe, die erweitern wollen, Vorrang vor auswärtigen erhalten sollten. Hier sei, so die städtische Wirtschaftsförderung, vor allem vor Investoren und Bauträgern zu warnen, die nur auf der Suche nach Grundstücken für Dritte seien. Handwerksbetriebe und produzierende Betriebe seien wichtiger als solche mit reiner Büro- oder Handelsnutzung. Klaus Gredinger von der Agentur für Arbeit ergänzte, dass kleinere und mittlere Betriebe mit qualifizierten Arbeitsplätzen 80 Prozent der Ausbildungsmaßnahmen abdecken.

CSU-Chef Stephan Gollwitzer bezeichnete den Dialog mit der Wirtschaft als wichtig. Als anzustrebendes Ziel sieht er die nördliche Oberpfalz als Hightec-Zentrum. Dagegen lehnt Grünen-Fraktionschef Karl Bärnklau die Vorschläge ab. "Die Wirtschaft will's doch nicht so ökologisch, wie wir's ursprünglich gedacht haben."

Schließlich ging Baudezernent Oliver Seidel noch auf das Thema Verkehrsanbindung ein. Er berichtete von einer Planungsvereinbarung mit dem staatlichen Bauamt. Die Gespräche seien auf einem guten Weg.

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