Weiden in der Oberpfalz
10.08.2026 - 12:42 Uhr

500 Besucher feiern verjüngte Volksmusik-Serenade in Weiden

Eine "frischeres" Programm für die Serenade der Volksmusik sollte mehr junge Leute in den Max-Reger-Park locken: Und das Konzept mit einer Mischung aus Oberpfälzer Comedy-Gaudi und traditioneller Volksmusik mit Pop-Elementen fand Anklang.

Trotz besten Badewetters tummelten sich bei kostenlosem Eintritt am Sonntagnachmittag knapp 500 Besucher vor dem Musikpavillon im Weidener Max-Reger-Park. Das Publikum war bunt gemischt: Überwiegend Gäste über 40 Jahre, aber auch einige Jüngere sowie zahlreiche Familien mit Kindern. Der Dritte Bürgermeister Jürgen Meyer (Bürgerliste) eröffnete launig die Volksmusik-Serenade mit der Oberpfälzer Spaß-Band Barbari Bavarii. Die drei Jungs spielten mit sichtlich viel Humor und Spaß am Musizieren ein Best-Of ihrer mittlerweile fünf Bühnen-Programme.

Im zweiten Teil der Serenade spielte die Zwei-Mann-Kapelle Steff und Rais zünftig auf. Mit Schifferklavier (Steff) und Gitarre (Rais) brachten sie Volksmusik-Klassiker sowie Austro-Pop auf die Bühne. Die Stimmung stieg spürbar, als die beiden Vollblutmusiker das Publikum zum Mitsingen, Mitklatschen und Mitschunkeln animierten – ein Paar wagte sogar ein Tänzchen vor der Bühne. Als Zugabe stimmten Steff und Rais den STS-Klassiker „Großvater“ an, bei dem Barbari Bavarii spontan als Background-Chor mit einstimmten. Nach zweieinhalb Stunden endete die Serenade schließlich unter begeistertem Applaus.

Die Reaktionen auf das modernere Volksmusik-Konzept fielen unterschiedlich aus. „Wir sind extra wegen Barbari Bavarii gekommen“, berichteten Carina, Kathrin und Susi begeistert. Die Freundinnen um die 40 begrüßten die Verjüngung der Reihe: „Die Generationen müssen schließlich irgendwann nachrücken.“ Sogar vier in Weiden wohnende junge Amerikanerinnen genossen die „Folk-Music“ auf einer Picknickdecke. Obwohl sie die Witze von Barbari Bavarii kaum verstanden, schätzten sie die „Bavarian Atmosphere“.

Doch es gab auch kritische Stimmen, vor allem aus den Reihen älterer Stammgäste: „Der erste Teil war gar nichts für mich“, zeigte sich ein älterer Weidener Bürger enttäuscht. Umso mehr freute er sich über die klassischen Klänge im zweiten Teil. Seitens der Stadt Weiden zieht man eine positive Bilanz. Eventmanagerin Gertrud Wittmann resümierte: „Wir sind sehr zufrieden mit den vielen Besuchern, auch angesichts des heißen Wetters.“ Zum Abschluss der Weidener Serenaden startet am Mittwoch, 12. August, um 19 Uhr die „Italienische Nacht“ mit Pino Barone und Band.

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