02.02.2020 - 15:03 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

ADAC-Ball in Weiden: Besucher aus dem Häuschen

Der Weidener ADAC-Ball ist inzwischen der einzige Ball des Automobilclubs in Deutschland. Dafür lassen es die Veranstalter krachen. Stargast Bernie Paul und die Windischeschenbacher Narrhalla begeistern das Publikum.

von Helmut KunzProfil

Oberstleutnant im Generalstab Sven Zickmantel inspizierte schon allein aus beruflichem Interesse den Drill der Windischeschenbacher Garde. „Marsch im Gleichschritt.“ Was allerdings nach seiner Meinung die bunt geschmückten Gardemädels von der von ihm kommandierten Truppe unterschied: „Viel schöner anzusehen, als die Militärs.“ Die Tschitscherlbocher Narren waren am Samstagabend beim ADAC-Ball in aller Munde. Landtagsabgeordneter Christoph Skutella: „Ein Wahnsinn.“

„Profis durch und durch. Es war ein Hochgenuss“, schwärmte Oberbürgermeister Kurt Seggewiß. Beim Showtanz schwebte Tänzerin Mira auf einem fliegenden Teppich durch die Max-Reger-Halle, um dann sachte in die Obhut ihres Tanzpartners Timo zu gleiten. Gemeinsam begeisterten die beiden mit spektakulären Einlagen die Besucher.

Vorher hatten die Tollitäten Rebecca I. und Manuel I. alle Hände voll zu tun, viele Orden und noch mehr Bussis an prominente Gäste im Saal zu verteilen. Allen voran an Karlheinz Ach, der dieser rauschenden Ballnacht einmal mehr seinen Stempel aufdrückte. Erste Haremsdame der „Arabischen Nächte“ war Narrhalla-Präsidentin Anita Nonnenmacher.

„Wir sind inzwischen der einzige ADAC-Ball in Deutschland“, berichtete Ach. Unter den Gästen: Der Vorsitzender des ADAC-Nordbayern, Herbert Behlert, und der ADAC-Vize aus Annaberg-Buchholz, Thomas Kronstein. Man sei nahezu ausverkauft. Der leere Tisch ganz hinten im Saal sei nur der aktuellen Grippe-Welle geschuldet. „Die Plätze wurden von Sponsoren bezahlt, die einfach nicht gekommen sind. Erkältet. Was will man machen.“

Grippegeplagt war auch Stargast Bernie Paul aus München. Vor zwei Tage sei er noch mit Fieber im Bett gelegen. „Es ist aber nicht der Corona-Virus“, winkte er ab. Unter dem Motto "The Show must go on" begeisterte er die Fans, verzichtete aber nach seinem Auftritt aufs traditionelle Händeschütteln mit der Weidener Prominenz und auf die Autogrammstunde. Bernie Paul fuhr unmittelbar nach der Show zurück in die Landeshauptstadt zu seiner Wärmflasche. Er bedauerte, Weiden, wo er noch nie gewesen sei, nicht wirklich kennengelernt zu haben.

Eine Dreiviertelstunde lang brachte der Münchner die Halle zum Beben. Fifty-Fifty, was den Anteil an Coversongs und eigenem Material anging. Die Gäste drückten zur Bühne und tanzten zu Hits, wie „Oh, no, no", „Lucky“ oder „Weil i di mog“. Pauls Outfit war ein Gedicht: „Oben Smoking, zum Schwarz-Weiß-Ball passend. Später nur noch weißes Hemd. Unten Pop-Star mit gewachster Jeans von Karl Lagerfeld.“ Ja, wirklich: Seine Hose hatte Paul vor drei Jahren über Freunde noch aus einer Kreation des Pariser Modedesigners erstanden.

Die Gruppe „Tough Talk“ sorgte wie schon im letzten Jahr mit einem Hitfeuerwerk aus Marianne Rosenberg, Andreas Gabalier, Reinhard Mey, Helene Fischer und internationalen Interpreten für heiße Sohlen. Nach Mitternacht legte DJ Tobi im Foyer tanzbare Platten auf.

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