27.08.2019 - 10:46 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Akademie Tutzing stellt Herbstprogramm vor

Seit vielen Jahren gelingt es dem Freundeskreis Weiden der Evangelischen Akademie Tutzing, das Kulturangebot in Weiden mit Vorträgen über grundsätzliche Gesellschaftsthemen zu bereichern. Auch das Herbstprogramm setzt diese Tradition fort.

Die Sprecher des Freundeskreises Weiden der Evangelischen Akademie Tutzing stellen das Herbst/-Winter-Vortragsprogramm vor (von links): Uta Doenitz, Friedrich Gollwitzer, Karin Holl, Ehrenfried Lachmann und Professor Fritz-Dieter Doenitz.
von Siegfried BühnerProfil

Wer politische Sendungen im Bayrischen Fernsehen regelmäßig einschaltet, wird an ihm nicht vorbeikommen. Professor Heinrich Oberreuter wird dort fast regelmäßig als Experte zu aktuellen politischen Themen befragt. Unter kräftiger Mithilfe der Volkshochschule Weiden-Neustadt ist es dem Freundeskreis Weiden der Evangelischen Akademie Tutzing jetzt gelungen, den bekannten Politologen und emeritierten Ordinarius für Politikwissenschaften der Universität Passau zu einem Vortragsabend in Weiden zu gewinnen.

Zeitlich gesehen ist es der zweite Vortrag im neuen Herbst/Winter-Programm des Akademie-Tutzing-Freundeskreises. Den Termin Donnerstag 17. Oktober, 20 Uhr, in der VHS-Aula in Weiden, sollten sich alle Politikinteressierten schon heute fest in den Terminkalender eintragen. Oberreuter spricht anlässlich des Grundgesetz-Jubiläums über das Thema „70 Jahre neues Deutschland – Demokratie zwischen Lob, Tadel und Sorge“. Unstrittig sei, wird in der Vorankündigung des Vortrags gesagt, dass der 70. Geburtstag eines demokratisch verfassten und sozialen Rechtsstaats ein Grund zum Feiern sei. Doch Oberreuter will als genauer Beobachter der Situation auch die Frage nach der zukünftigen Stabilität unserer Gesellschaft stellen. Er verweist dabei auf Distanzen zwischen Volksvertreter und Bürger, zwischen Armen und Reichen und zwischen Medien und Teilen der Öffentlichkeit. Stellung genommen wird im Vortrag auch dazu, ob die Demokratie in einer global digitalisierten Zeit noch genügend Kraft besitzt.

Wer an Anregungen interessiert ist, über sich selbst nachzudenken, kann diese bereits im ersten Vortrag der Herbst/Winterserie am 16. September, 20 Uhr, im Martin-Schalling-Haus vermittelt bekommen. Der Vortrag über das theologische Thema „Sühne und Selbsterkenntnis“ erhält über den wissenschaftlichen Inhalt hinaus auch lokalen Bezug, weil der Referent Professor Notger Slenczka von der Humbold-Universität Berlin ein Bruder des Weidener Dekans Wenrich Slenczka ist. Im Vortrag selbst soll dargestellt werden, dass „wenn der Mensch sich selbst verstehen lernt, erkennt er auch seine Abgründe und sucht nach Auswegen“. Damit komme er auf das Thema Sühne und auf die Frage nach ihrem Wesen, so Slenczka.

Der dritte Vortrag in der neuen Vortragsserie am 28. Oktober, 20 Uhr, im Martin-Schalling-Haus dürfte in seiner gesellschaftlichen Aktualität kaum zu überbieten sein. Es geht um das Thema „Stadtquartiere in Bewegung – urbane Mobilität der Zukunft erleben“. Mit Konrad Otto-Zimmermann spricht darüber ein Referent, der als Architekt und Verwaltungswissenschaftler für Stadt- und Regionalplanung, als Generalsekretär des Weltstädteverbands für nachhaltige Entwicklung und als Buchautor und Verfasser zahlreicher Publikationen bekannt geworden ist. Wer an Stadtplanung und Umweltfragen interessiert sind, sollten sich den Vortrag nicht entgehen lassen. Schließlich will der Referent erläutern, wie Straßenverkehr in Zukunft organisiert werden soll und wie die vierdimensionale Technik dabei eingesetzt werden kann. Otto-Zimmermann will auch erklären wie und warum eine überkommene Verkehrsplanung durch kommunale Mobilitätsstrategien abgelöst werden können. In fast allen welt- und deutschlandweiten Aktivitäten des Referenten geht es fast immer um die Lebensqualität in unseren Städten.

Abgeschlossen wird die Vortragsreihe durch einen einheimischen Referenten und Künstler am 18. November, 20 Uhr, im Martin-Schalling-Haus. Der diplomierte Bildhauer und Gymnasiallehrer für Kunst Axel T Schmidt aus Pirk spricht über das Thema „100 Jahre Bauhaus – technisch-wissenschaftliche, künstlerische und soziale Aspekte der Gestaltung“. Schmidt, der in seiner Ausbildung selbst bei einem Professor dieser Stilrichtung gelernt hat, sagt in seiner Vorankündigung zum Vortrag: „Das Bauhaus wurde zu einer Stilrichtung, die in ganz Europa Architektur und Design beeinflusst hat“.

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