25.04.2021 - 10:05 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Aktion Stadtradeln: In Weiden sollen mehr Menschen mehr Fahrrad fahren

Wo fahren die Bürger mehr Fahrrad? In Weiden oder in Amberg? Das soll sich beim Stadtradeln 2021 vom 1. bis 21. Mai zeigen. Einen Stadt-Sieger aber wird es nicht geben. Dafür können die Radfahrer, die mitmachen, gewinnen.

Rauf aufs Fahrrad und Mitmachen bei der Aktion "Stadtradeln", um vielleicht sogar zu gewinnen. Das wünschen sich die Verantwortlichen in Amberg und Weiden.
von Helmut KunzProfil

Weiden will mit der Vilsstadt unter dem Motto "Wir halt'n zam. Wir rad'ln zam" in einen internen Wettstreit um die Zahl der Teilnehmer beim Stadtradeln 2021 treten, bei dem es allerdings keinen offiziellen Sieger geben wird. Das wird beim Online-Pressegespräch zur Aktion am Freitag deutlich, bei dem Weidens Oberbürgermeister Jens Meyer in Richtung Amberg und damit des zweiten Bürgermeisters von Amberg, Martin Preuß, zuvorderst erklärt, dass er sich freut, einen gemeinsamen Termin mit Amberg für die Aktion gefunden zu haben.

Anmeldung im Internet

Das diesjährige, auch von Oberpfalz-Medien präsentierte, Stadtradeln zugunsten des Klima-Bündnisses findet vom 1. bis 21. Mai statt. Mitmachen kann jeder mit Fahrrad: Bürger, Vereinen Schulen und Firmen sowie Vertreter der Kommunalparlamente sind eingeladen, so viele Kilometer wie möglich zu schaffen. Die Registrierung erfolgt Online unter www.weiden.de/stadtradeln.

Die Gemeinsamkeit zwischen Weiden und Amberg soll am 13. Mai unterstrichen werden. Und zwar im Zuge eines Feiertags-Wettkampfes beider Städte. Dann werden die jeweiligen Koordinatoren auf ihren Drahteseln aus zwei Richtungen Hirschau ansteuern, wo sie sich vor einer Plakatwand mit dem offiziellen Stadtradeln-Logo treffen und darauf ihre Unterschriften leisten werden. „Damit wollen wir ausdrücken, dass man Radfahren soll und dass beide Städte in dieser Frage zusammenwirken“, unterstrich Mitkoordinatorin Lena-Maria Völkl. Ferner würden die Amberger und Weidener zu Fotowettbewerben in den sozialen Netzwerken aufgerufen. Abgelichtet werden sollen die schönsten Örtlichkeiten, sagte Völkl. Der Foto-Wettbewerb laufe unter den Hashtags #meinweiden, #stadtradelnweiden2021 und #ambergaufsrad.

Bessere Infrastruktur für Radler

Für Weiden tritt als Aushängeschild der Paralympicssieger Wolfgang Stöckl an, für die Stadt Amberg Noah Treptow und Hannah Auerhammer, beide begeisterte Radler und Mitglieder des Club InterSport Amberg. Der Name jeden Weideners, der mehr als 100 Kilometer schafft, kommt in die Lostrommel. Hauptpreis ist ein Fahrrad, gesponsert von der "BikeStation". Weitere wertvolle Sachpreise werden noch bekannt gegeben. "Selbst ich habe diese magische Marke geknackt", brüstete sich der Weidener Rathauschef. Das Radeln habe Spaß gemacht. "Es ist gut für die Gesundheit und ein wichtiger Beitrag für den Klimaschutz." Die Stadtradl-Aktion solle deutlich machen, dass es manchmal sinnvoll wäre, aufs Auto zu verzichten. "Und man entdeckt seine Stadt aus einem ganz anderen Blickwinkel." Gerade Radfahrer seien ideale Ideenlieferanten für das Mobilitätskonzept der Stadt. "Wir wollen die Infrastruktur nachhaltig verbessern."

Meyers Amberger Kollege Preuß nahm den Ball auf. "Wir sind in Amberg der Meinung, dass Radfahren zunehmend an Bedeutung gewinnt. Wir haben 2017 ein Radverkehrskonzept beschlossen." Im letzten Jahr habe die Stadt 225.000 Euro in dieses Konzept investiert. "Heuer sind über 500.000 Euro verplant." Man setze an der Vils auf Maß und Ziel. "Es darf kein blinder Aktionismus sein, sondern ein gutes Miteinander aller Verkehrsteilnehmer." Keineswegs wolle man sich beim Stadtradeln einen Konkurrenzkampf mit Weiden liefern. Vorbild solle der Freundschaftslauf zwischen beiden Städten sein.

Wettstreit der Politiker

Es gehe darum, Kilometer zu sammeln. "Egal ob beruflich oder privat. Es kann jeder mitmachen, der in der jeweiligen Stadt wohnt, arbeitet, zur Schule geht oder in einem Verein Mitglied ist." Für den Mai habe man sich entschieden, weil man mit einem frühzeitigen Fahrradstart Radler über den Sommer hinaus bei der Stange halten wolle. "Es gibt auch eine extra Kategorie für Kommunalpolitiker." Gedacht für Stadträte, die in einem losen Team gegen die Stadträte aus Konkurrenzstadt antreten würden. "Dadurch wollen wir das Fahrradfahren auch der Politik schmackhaft machen, um damit eine langfristige Fahrradkultur in den Innenstädten zu erreichen."

Mit dem Stadtradeln-"Radar" stehe eine Funktion zur Verfügung, mit der man Probleme im Radwegenetz melden kann. Unter dem Stichwort Stadtradeln findet man im Apple-Store und im Google-PlayStore eine entsprechende App mit der man sich für die Aktion registrieren lassen kann. Weitere Informationen zur gesamten Aktion finden Sie auch unter: www.weiden.de/stadtradeln. Es gibt außerdem tolle Sachpreise zu gewinnen.

Weiden habe 2020 erstmalig an der Radl-Aktion teilgenommen, betonte Oberbürgermeister Meyer. „Wir sind erst recht spät in die Vorbereitungen eingestiegen, so dass wir erst Mitte September starten konnten.“ Durch die Verlegung auf Mai verspreche er sich heuer eine größere Teilnehmerzahl. Moderiert wurde die Präsentation am Freitag vom Sportbeauftragten der Stadt Weiden, Christian Meiler.

So steht es ums Radwegenetz in Weiden

Weiden in der Oberpfalz
Info:

So lief's 2020 für Weiden und Amberg

  • 426 aktive Radler beteiligten sich im September in Weiden
  • 47 Teams waren dabei
  • Gesamtzahl der gefahrenen Kilometer: 58.871
  • Damit belegte Weiden unter 720 Städten bundesweit den 255. Platz.
  • In Amberg beteiligten sich im Mai 1262 Radfahrer
  • 54 Teams machten mit
  • Gesamtzahl der gefahrenen Kilometer: 147.052
  • Amberg kam bayernweit unter 116 teilnehmenden Städten auf Platz 9.
Online-Pressekonferenz zur Stadtradl-Aktion.
Eindrücke aus dem vergangenen Jahr lieferte die Online-Pressekonferenz zur Stadtradl-Aktion auch.
Aus dem Neuen Rathaus heraus informierten Oberbürgermeister Jens Meyer und die Koordinationsgruppe über die Stadtradl-Aktion.
Online-Pressekonferenz zur Stadtradl-Aktion.
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