Weiden in der Oberpfalz
06.06.2018 - 17:56 Uhr

Alltagsgeschichten mit Augenzwinkern

Durch Zufall erfuhr Christa Vogl von einem Geschichtenwettbewerb. Sie fand daran großen Gefallen und seitdem widmet sich die bei Erbendorf wohnende Oberpfälzerin Kurzgeschichten aus unserer Heimat mit satirischen Pointen.

Die bei Erbendorf lebende Autorin Christa Vogl (rechts) trug heitere Geschichten, gewürzt mit etwas Satire, aus der Oberpfälzer Heimat vor. Die musikalische Begleitung übernahm die Zithergruppe des Maria-Seltmann-Hauses unter der Leitung von Michaela Gaach (Zweite von rechts). rdo
Die bei Erbendorf lebende Autorin Christa Vogl (rechts) trug heitere Geschichten, gewürzt mit etwas Satire, aus der Oberpfälzer Heimat vor. Die musikalische Begleitung übernahm die Zithergruppe des Maria-Seltmann-Hauses unter der Leitung von Michaela Gaach (Zweite von rechts).

Zu "lustige G'schichtn a scheyne Musik" begrüßte vom Maria-Seltmann-Haus Sabine Birner zu satirischen Geschichten aus der Oberpfalz im Saal erstmals die Buchautorin Christa Vogl am Dienstag sowie die gespannten Gäste. Die Zithergruppe des Maria-Seltmann-Hauses spielte dazu auf.

Aus ihren Büchern "Ein funken Wahrheit" und ihrem neusten Werk "Zwei Pfund Sonne bitte!" trug Vogl Geschichten von zu Hause, aus der Familie aber auch mit Nachbarn vor, bei denen hintergründiges Lachen nicht ausblieb. Die Geschichte "Der Mord" trug sich im Schlafzimmer zu, bei dem der "Täter" am Fenster kleiner war als gedacht und auf das Mordwerkzeug, eine Fliegenklatsche, passte. Ein altes Hemd ihres Mannes, das der Gatte trotz ausgewaschene Farben für "pfenniggut" erachtete, stand im Mittelpunkt beim "umgedrehten Kragen". Eingeladen zum Kirchweihkuchen entdeckte die Schwiegermutter und Oma den schäbigen Kragen ihres Schwiegersohnes. Noch geprägt von der "schlechten Zeit" war sie eine Meisterin des früher praktizierten Kragenumdrehens, wenn dieser unansehnlich wurde. Darauf rief der Opa an: "Ich wollte nur sagen, dass die Oma deinem Mann den Kragen umgedreht hat!".

In heiteren Episoden ging es beispielsweise um das Backen ohne Rezept der Großmutter, bei bayerischen Maßeinheiten wie eine "Hand voll Nüsse", ein Tröpfchen Schmalz oder ein "Strutz" Milch die Verwirrung und mühevolles Abmessen beim Aufschreiben erzeugten. Aber zu dunkel sollten die "Buchteln" schließlich beim Backen nicht werden, resümierte die Oma. Das Stück "Die Katze" handelte vom Gourmettempel bei Frau Vogl zu Hause. Das Tier, mit feinsten Stücken von Bioente, Geflügelcocktail mit Portionshäppchen, natürlich ohne künstliche Aromastoffe und Farbstoffe verwöhnt, geriet auf die schiefe Bahn: Brachte das "Mistvieh" nicht eine halbtote Maus ins Zimmer und ließ sich diese hingebungsvoll schmecken.

Die musikalische Begleitung gestaltete die Zithergruppe des Maria-Seltmann-Hauses mit Leiterin Michaela Gaach. Sie spielten Instrumentalstücke zwischen der Lesung, wie den "Haschberger Marsch", "Auf der Wanderschaft" und den "Pfingstrosenwalzer". Sowohl die Autorin Frau Vogl als auch die Zitherspielerinnen erhielten Beifall der Zuhörer für die Vorträge.


 
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