Weiden in der Oberpfalz
17.12.2018 - 17:36 Uhr

Altenheimchef aufs Altenteil

Im BRK-Senioren-Wohn und Pflegeheim geht eine Ära zu Ende. Leiter Ludwig Kreutzer setzt sich aufs Altenteil. Künftig steht eine Chefin an der Spitze.

Führungswechsel im BRK-Seniorenheim: (von links) BRK-Kreisgeschäftsführer Sandro Galitzdörfer, seine Stellvertreterin Edeltraud Sperber, Pflegedienstleiterin Christine Diepold, Michaela Heldwein-Keim und Ludwig Kreutzer. Bild: Gabi Schönberger
Führungswechsel im BRK-Seniorenheim: (von links) BRK-Kreisgeschäftsführer Sandro Galitzdörfer, seine Stellvertreterin Edeltraud Sperber, Pflegedienstleiterin Christine Diepold, Michaela Heldwein-Keim und Ludwig Kreutzer.

Nach 36 Jahren beim Roten Kreuz und 21 Jahren als Heimleiter am Rotkreuzplatz geht Ludwig Kreutzer am 31. März 2019 in Rente. "Leider", sagt BRK-Kreisgeschäftsführer Sandro Galitzdörfer. Schließlich verkörpere Kreuzer wie kein anderer das Seniorenheim.

"Er ist eine Institution", fügt Edeltraud Sperber, Vize-Kreisgeschäftsführerin, hinzu. Der 63-Jährige kenne ganz Weiden, und ganz Weiden kenne ihn. Beim samstäglichen Gang mit seiner Frau über den Markt sei schon so mancher Pflegeplatz besprochen worden. "Das war für mich keine Belastung", sagt Kreutzer. Er habe das immer gern gemacht.

Noch gut erinnert sich der scheidende Chef an den Umzug vor 19 Jahren in das neue Heim, das 20 Millionen D-Mark kostete. An seinem 44. Geburtstag. "Der neue Tag" habe damals getitelt: "Das teuerste Geburtstagsgeschenk". Und solange kennt Galitzdörfer schon Kreuzer. Als BRK-Wasserwachtler hat der Kreisgeschäftsführer damals Schachteln geschleppt. Den Umzug werde er auch deshalb nicht vergessen, weil 98 Senioren an einem Tag in den Neubau umziehen mussten, erzählt Kreutzer. Eine logistische Meisterleistung und ein Erlebnis.

Die BRK-Spitze ist sich im Klaren darüber, dass das gute Image der Einrichtung mit eigener Küche in erster Linie auf die Heimleitung zurückzuführen ist. Da gehört auch Pflegedienstleiterin Christine Diepold mit dazu. Sie ist schon 34 Jahre im Haus und bildet mit Kreutzer ein eingespieltes Team. "Wir sind wie ein altes Ehepaar", schmunzelt der Leiter. Jeder wisse, was zu tun sei, damit sich die 88 Bewohner und die 65 Mitarbeiter wohlfühlen. Das BRK-Heim sei immer voll belegt. Auf der Warteliste stünden 30 Namen. Die Wartezeit betrage zwei, drei Monate.

Nur Gutes hat Kreutzer, der sich mit Marathon fit hält, für den Arbeitgeber übrig. Weil beim Roten Kreuz das Umfeld stimme, leite er immer noch das Haus. "Das macht man sonst nicht so lange", weiß er von vielen anderen Häusern. Das BRK schaue auf seine Leute, da werde noch Rücksicht genommen. "Wir sind eine große Familie", bestätigt Geschäftsführer Galitzdörfer.

Nachfolgerin Michaela Heldwein-Keim weiß, dass sie in "sehr große Fußstapfen" tritt. Die Bärnauerin hat das Rennen unter 30 Bewerbern gemacht. Sie leitet seit vier Jahren das neue BRK-Seniorenheim in Plößberg, wo sie auch mit für die Pflegedienstleitung verantwortlich ist.

Die große Erfahrung im Pflegedienst war mit ausschlaggebend, dass die Stiftländerin den Job bekommen hat. Auch Pflegedienstleiterin Diepold kennt sie schon von den Fortbildungen und freut sich auf die Zusammenarbeit mit ihr.

Die 51-jährige Heldwein-Keim beginnt am 1. Januar in Weiden. Kreutzer arbeitet sie dann drei Monate ein. "Wir gönnen uns diesen Luxus", sagt Galitzdörfer. Qualität sei das A & O.

 
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