Weiden in der Oberpfalz
19.06.2018 - 17:15 Uhr

Amberger Kinobetreiber wirft Blick auf Weiden

Zum Empfang gibt's im Cineplex Amberg ein leckeres "Eiskörberl". Und dann betonen die Amberger Kinobetreiber Christine und Michael Thomas, dass sie Weiden keinen Korb geben. Vielmehr wollen sie weiterhin an der Naab investieren.

Der Amberger Kinobetreiber Michael Thomas (vorne rechts) fühlt sich in seinem Premium-Saal in Gesellschaft der Weidener  und Amberger CSU-Fraktionen sichtlich wohl. Bild: Hartl Petra Hartl
Der Amberger Kinobetreiber Michael Thomas (vorne rechts) fühlt sich in seinem Premium-Saal in Gesellschaft der Weidener und Amberger CSU-Fraktionen sichtlich wohl. Bild: Hartl

(wd) Schon vor Jahren hat Michael Thomas, der Geschäftsführer und Inhaber der Cineplex-Kinos in Rudolstadt, Kulmbach, Bayreuth, Amberg, Selb, Saalfeld und Neumarkt seinen Blick auf Weiden geworfen. Die bisherig geplanten Standorte (über der Stadtgalerie, Naabwiesen-Parkplatz) ließen sich nicht realisieren. Nun gibt es mit dem Parkplatz der Stadtsparkasse eine neue Alternative. Auch deshalb suchte die Weidener CSU beim Besuch der Amberger CSU-Fraktion auch den Kontakt mit dem erfahrenen Kinobetreiber, der gerne sein Haus öffnete.

Deutlich mehr Besucher

Der durchaus selbstbewusste Unternehmer ließ anklingen, dass gerade im Kinobereich ein lukratives Angebot Nachfrage schaffe. Vor dem Cineplex im Amberg zählten die beiden alten Kinos rund 100.000 Besucher. Ins Cineplex allein kamen 2017 exakt 257.600 Cineasten. "Wir hatten auf 220.000 gehofft. Das zeigt uns, welche Dynamik unser Kino entfacht."
"Wer ins Kino gehen will, sollte sich schon am Morgen auf den Abend freuen können", meint Thomas. Dazu müsse das Kino den richtigen Rahmen, ein tolles Erlebnis, kleinen Luxus, Komfort und besten Service am Platz bieten. Voll Begeisterung zeigte sich auch CSU-Fraktionschef Dieter Mußemann, der mit Oberbürgermeister Michael Cerny und der fast kompletten Amberger CSU-Fraktion die Weidener begleitete. "Auch die letzten Kritiker müssen einsehen, dass wir mit unserem Kino ein Erfolgsmodell realisiert haben."

In die Innenstadt

Auf Nachfragen von Fraktionschef Wolfgang Pausch und dessen Stellvertreter Hans Blum betonte Thomas, dass ein Kino "einfach in die Innenstadt gehört". "Man würde ja auch ein Theater nicht am Stadtrand bauen." Kino und Innenstadt lebten von der gegenseitigen Befruchtung. Der Standort müsse gut anfahrbar sein, genügend Stellplätze bieten und fußläufig "in höchstens drei Minuten" erreichbar sein. Eine Gastronomie sei das Sahnehäubchen für ein Kino. Allerdings müsse ein Restaurant selbstständig, also auch ohne Kinobetrieb, funktionieren.
Bei einer Investition in Weiden würde er mehr, nämlich zehn, dafür aber etwas kleinere Säle bauen und auf ein Restaurant aber wahrscheinlich verzichten. "Immer mehr Wirtshäuser machen zu. Es ist so schwer, in der Gastronomie das richtige Personal zu finden." Allein für ein Multiplex-Kino würden in Weiden 2500 Quadratmeter für das Gebäude sowie weitere 1000 Quadratmeter ("gern auch mehr") für Stellplätze benötigt. Thomas betonte, dass er vom Erfolg eines Cineplex in Weiden überzeugt sei. So wie in Amberg lasse sich auch in der Max-Reger-Stadt ein entsprechend großes Potenzial heben. Die Einzugsbereiche würden sich nur "minimal überschneiden".

 
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