Pünktlich zum Sommeranfang startete "Das Sündikat" am Donnerstagabend im Innenhof der Regionalbibliothek seine "Kleine Sommersünde". Den Auftakt machte das "Angela Avetisyan Quartet". Mit Hilfe der rhythmischen Präzision eines Misha Antonov (Piano), dem stimulierenden Kontrabassspiel von Maximilian Hirning und Simon Popps wunderbarem Schlagzeug bereitete die armenisch-russische Trompeterin und Jazzmusikern Material auf, das einerseits wabernde Ruhe versprach, andererseits auf entfesselnde melodische Wendungen setzte.
Es war erstaunlich, wie erbaulich sich sogar orientalische Klänge in den jazzartigen Gefühlssumpf integrieren lassen. Manchmal erinnerte der Sound an die zurückhaltenden Spielweisen experimenteller Bands aus den 1970ern. Besonders dann, wenn Popp behutsam mit den Sticks am Gehäuse seines Schlagzeugs tupfte und kratzte und Hirning dazu seine präzisen Basslinien fuhr, ehe es auf der Bühne plötzlich wieder zu wuseln begann und die Trompete zur solistischen Grundlage des Stücks wurde.
Leidenschaftlich und expressiv, persönlich und sensibel, kraftvoll und intensiv, so ließe sich die Musik des Quartetts beschreiben. Mit ihrem herausragenden Spiel und ihrer gewinnenden Art begeisterte vor allem Angela Avetisyan (Mitglied der Jazzrausch Big Band, Monika Roscher Big Band und bei Charly Antolini) das Publikum.
Das nächste Konzert in der Reihe „Kleine Sommersünde“ findet am Samstag, 6. Juli, im Hof der Regionalbibliothek statt. Es spiel“Boticelli Baby“.













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