07.12.2019 - 18:02 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

AOK will Neubau schon 2022 beziehen

"Wir sind kein schwieriger Bauherr", wirbt Jürgen Spickenreuther um Baubetriebe für den AOK-Neubau in Weiden. In den vergangenen Tagen nahm das Projekt wichtige Hürden. Das Oberversicherungsamt gab den Plänen den uneingeschränkten Segen.

In Hintergrund entsteht der 15,5 Millionen teuere Neubau der AOK Weiden. Wieder mal an der Baustelle an der Ecke Weigel-/Bahnhofstraße (von links): Projektbetreuer Andreas Ilg und Stefan Müller (Bereichsleiter Privatkunden), Beiratvorsitzender und Bezirkstagsvizepräsident Lothar Höher, stellvertretende Beiratsvorsitzende Gaby Hübner sowie AOK-Direktor Jürgen Spickenreuther.
von Josef-Johann Wieder Kontakt Profil

Mit einem guten Gefühl besichtigt der Beirat der AOK-Weiden die Baugrube, in der vor allem die riesigen Fundamentreste des Altbaus ins Augen fallen. Auch diese Betonriesen werden in den nächsten Wochen geknackt. Dann ist das Baufeld frei. Es fanden sich zwar keine Fliegerbomben auf dem große Eckgrundstück an der Weigel- und Bahnhofstraße. Aber Altlasten gab es dennoch zu beseitigen: Neben den in Weiden allgegenwärtigen "Porzellan-Schutt" fand sich auch ein längst vergessener, wohl aus den 60-er Jahren stammender Öltank, der seit Jahrzehnten nicht mehr genutzt wurde.

15,5 Millionen Euro

"Wir sind auf einem guten Weg", betont Lothar Höher, Vorsitzender des AOK-Beirats. Und zugleich versichert seine Stellvertreterin Gaby Hübner, die mit Höher im nächsten Jahr den Beiratsvorsitz tauschen wird: "Wir werden nicht der Weidener BER." Und dies bezieht sich nicht nur auf den Zeitplan, sondern auch auf die Kosten. Das Oberversicherungsamt hat die Planungen bis zur letzten Steckdose durchleuchtet. Unterm Strich steht nun eine vorgesehene und genehmigte Bausumme von 15,5 Millionen Euro.

Wichtig ist AOK-Direktor Jürgen Spickenreuther das Urteil der Prüfer: "Das beschlossene Bauvorhaben ist im genehmigten Umfang erforderlich", sowie die Feststellung, das Projekt sei "wirtschaftlich und sparsam geplant". "Hier geht es schließlich auch um die Gelder unserer Versicherten."

Aufwertung für den Stadtteil

Große Hoffnungen setzt die Weidener AOK auf die Ergebnisse der bereits laufenden Ausschreibung für die Baumeisterarbeiten: "Vielleicht sind die Auftragsfenster bei der Baufirmen jetzt etwas größer und wir erhalten wirtschaftlichere Angebote." Die Detailplanungen hätten einen Tick schneller gehen können, merkt Lother Höher an. "Aber das bringt uns nicht in Verlegenheit." Das neue AOK-Gebäude werde "ein wirklich schönes Entree für die Bahnhof- und Weigelstraße" bilden. Zugleich bedeute das große Bauvorhaben "eine Art Bestandsgarantie für den AOK-Standort Weiden". Gaby Hübner spricht zudem von einer "schönen Investition für Weiden".

Nur für die AOK

Die AOK plant ein U-förmiges Haus, das sie mit dem derzeitigen Personal noch nicht vollends füllt. Spickenreuther deutet an, dass nicht vorgesehen sei, Flächen zu vermieten: "Die AOK baut für die AOK."

Für die gesamte AOK danken die Beiratsvorsitzenden den Mitarbeitern und den Versicherten für die Unterstützung und Geduld bei der Umsetzung des Vorhabens sowie für die Bereitschaft, Veränderungen und Belastungen während dieser Zeit mitzutragen. "Dieses Engagement ist vorbildlich für alle Unternehmen, die ihre Betriebsstätte sanieren oder erweitern wollen", lobt Hübner, die "im Hauptberuf" Gewerkschafterin ist.

"Wir wollen bei unseren Kunden bleiben, mit einer Beratung direkt vor Ort", betont Spickenreuther.

Info:

Enger Zeitplan für den AOK-Neubau in Weiden

Die Arbeiten für den Neubau der AOK in Weiden sind europaweit ausgeschrieben. Am 18. Januar 2020 ist die Submission für die Baumeisterarbeiter vorgesehen. „Wir hoffen auf viele Unternehmer aus der Region“, betont Jürgen Spickenreuther. Dann geht im Eilzugtempo weiter: Ende März Vergabe der Baumeisterarbeiten, Anfang April Spatenstich, bis November 2021 Rohbauphase, bis Februar 2022 Innenausbau, bis Juli 2022 Einrichtung und Umzug.

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