Karl Zitzmann ist der Nachbar des Spielplatzes in der Dr.-Steiner-Straße, Ecke Rheingoldstraße. Er wohnt gleich gegenüber. Und er freut sich darüber, dass dort wieder mehr Leben herrscht, junge Familien die Anlage für sich entdeckt haben. Zwischenzeitlich war es ruhig geworden um den Spielplatz, den die Stadt Mitte der Achtziger Jahre für das Gebiet "Hinterm Rehbühl II" angelegt hatte. Er sei jedoch "in letzter Zeit wieder gut frequentiert", stellt Zitzmann fest. Bis zum Saisonende 2022. Und im Frühjahr zog sich eine Zwangspause hin.
Dabei hat die Stadt ein neues Gerät eingebaut, einen Turm mit Rutsche. Doch dann sei nichts mehr vorwärts gegangen, erzählt der Senior, der sich auch als Vorsitzender der Kolpingsfamilie St. Josef engagiert. An ihm lag's nicht, er war fleißig gewesen während der Wintermonate. Für das Fest zur Kinderfest zur Wiedereröffnung, das ihm vorschwebte, hatte er Steckenpferde aus Holz gebaut, Stelzen, Utensilien fürs Büchsenwerfen und einen Luftballon-Wettbewerb besorgt. Zitzmann brachte Hinweise an: Großes Spielplatzfest zur Wiedereröffnung am 1. April. Mit Segnung des neuen Turms. Natürlich ein Scherz, einer mit Hintersinn. Wer zum Spielplatz kam, stand vor rot-weißen Absperrbändern.
„Der Grassamen war nicht ausgebreitet, der Sand uneben", berichtet der Weidener. Den Samen habe er dann selbst gekauft, die Fläche gewässert – und jetzt sehe der Platz gut aus. Fast drei Monate später konnte der Aprilscherz doch noch wahr werden. Sogar einen kirchlichen Segen gab es – zwar nicht für die runderneuerte Anlage, sondern für die Eltern und Kinder. Pfarrer Thomas Jeschner von St. Elisabeth übernahm die Aufgabe: "Auch Gott sieht zu und passt auf." Die Schirmherrschaft übernahm CSU-Kreisvorsitzender Stephan Gollwitzer. „Ich bin in dieser Straße aufgewachsen, kenne den Spielplatz genau“, erzählt er. Er brachte eine Spende mit, damit die kleinen Akteure bei den Spielwettbewerben Preis gewinnen konnten. Zur Belohnung gab es auch Eis.
Daneben sorgte Kinderschminken für Spaß, und natürlich konnten auch die Schaukeln und die neue Rutsche ausprobiert werden. Endlich wieder das pralle Leben auf dem Spielplatz – auch dank des Einsatzes von Karl Zitzmann. Bürgerinitiative mal anders.














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