Arbeitsplätze für Mamas und Papas

Weiden in der Oberpfalz
22.03.2019 - 22:43 Uhr

Familienfreundlichkeit gehört in Zeiten des Fachkräftemangels längst zu den wichtigsten Standards betrieblicher Unternehmenskultur. Ein Wettbewerb sucht nach den besten Ideen dafür.

Mitglieder des Bündnisses für Familie sowie eine Auswahljury stellen die Ausschreibung für den Johanna-Frank-Preis 2019 vor.

„Wir wollen gute Beispiele für betriebliche Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Berufstätigkeit mit Kindererziehung oder Pflege öffentlich machen und dadurch andere zur Nachahmung animieren“, sagte Monika Langner, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Weiden und Mitglied im lokalen Bündnis für Familie Neustadt-Weiden. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen Karin Hartung von der Arbeitsagentur Weiden, Christina Schönberger vom Jobcenter Weiden Neustadt und Tamara Prause vom Landratsamt Neustadt/WN hatte Langner zur Vorstellung des diesjährigen Wettbewerbs „Familienfreundliche Unternehmen im Landkreis Neustadt/WN und der Stadt Weiden“ eingeladen.

Ausgeschrieben ist der Johanna-Frank-Preis 2019 für Betriebe in den Größenkategorien bis 20, 20 bis 100 und über 100 Beschäftigte. Je Kategorie wird der Preis an zwei Unternehmen vergeben. Johanna Frank war Ende des 19. Jahrhunderts Vorsitzende eines Frauenvereins und gründete die damalige Kinderbewahranstalt in Weiden. Die Initiatoren des Wettbewerbs hoffen darauf, dass sich möglichst viele Betriebe an diesem Wettbewerb beteiligen und so dazu beitragen, dass gute Ideen für familienfreundliche Maßnahmen in Betrieben weiter verbreitet werden.

„Davon profitieren sowohl Unternehmen als auch ihre Beschäftigte“, sagt Karin Hartung als Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt des Arbeitsagentur Weiden. Längst seien familienfreundliche Maßnahmen für viele Betriebe selbstverständlich geworden, doch „der Oberpfälzer Bescheidenheit folgend“ behält man dies oftmals gerne für sich, kommentiert Florian Rieder, Geschäftsführer des IHK-Gremiums Nordoberpfalz die Aktion. Zusammen mit Kreishandwerkerschafts-Geschäftsführerin Christa Neubauer-Kreutzer und den Wirtschaftsförderern Nicolas Lahovnik von der Stadt Weiden, Barbara Mädl vom Landkreis Neustadt/WN sowie Susanne Reinhardt von der Stadt Weiden gehört Rieder der Jury an, die über die Preisvergabe entscheiden wird.

Chancengleichheitsbeauftragte Hartung stellte die Einzelheiten des jetzt zum zweiten Mal durchgeführten Wettbewerbs vor. Bewerbungen können vom 1. April bis zum 22. Mai dieses Jahres bei Karin Hartung, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit, oder bei einer der anderen Institutionen des Bündnisses für Familie abgegeben werden. Nähere Informationen sowie der Bewerbungsbogen sind der Homepage des Lokalen Bündnisses für Familie www.zukunftfuerfamilie.de zu entnehmen.

Auch auf der Online-Plattform Lime Survey ist der Bewerbungsbogen verfügbar. Im Bewerbungsbogen wird außer den Angaben zum Unternehmen nach den familienfreundlichen Maßnahmen sowie nach der Selbsteinschätzung und nach Anregungen und Wünschen gefragt. Beteiligen können sich auch die Unternehmen, die bereits am diesem Wettbewerb im Jahre 2015 teilgenommen haben. Schirmherren des Wettbewerbs sind Landrat Andreas Meier, Oberbürgermeister Kurt Seggewiß und der Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Weiden Thomas Würdinger. Am 17. Oktober werden die Preisträger in einer Feierstunde im Innovision Center in Weiherhammer geehrt.

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