22.06.2021 - 16:15 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

"Architektouren" 2021: Vier Projekte in Weiden und dem Landkreis Neustadt/WN

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Die "Architektouren", die die Bayerische Architektenkammer seit 1996 anbietet, erfreuen sich großer Beliebtheit. Auch 2021 öffnen Bauherren in Weiden und im Landkreis Neustadt ihre Häuser für Interessenten. Allerdings heuer nur virtuell.

Vier Generationen unter einem Dach leben in dem umgebauten und erweiterten Haus in Burgtreswitz. Der Clou dabei: in das bereits bestehende Haus wurde ein weiteres Einfamilienhaus "hineingesteckt".
von Michaela Lowak Kontakt Profil

Seit 1996 gibt es die "Architektouren" der Bayerischen Architektenkammer. Eine Jury wählt unter den vielen Bewerbern verschiedene Projekte in ganz Bayern aus, die dann an bestimmten Terminen besichtigt werden können. Das können sowohl Privathäuser als auch öffentliche Gebäude oder Firmen sein. Wie in all den anderen Jahren auch steht die Aktion unter einem bestimmten Motto. 2021 lautet dies „Architektur gestaltet Zukunft“. Coronabedingt können die Objekte in diesem Jahr allerdings nur virtuell besichtigt werden. 2021 sind in der Stadt Weiden und im Landkreis Neustadt/WN vier Projekte ausgewählt worden:

  • Das neue Bürogebäude des Maschinenrings Weiden-Neustadt im Norden der Stadt Weiden hat es in die Auswahl der "Architektouren 2021" geschafft. Für die Planung ist das Büro für Architektur und Stadtplanung von Karlheinz Beer aus Weiden zuständig. "Neuer Raum für Dienstleistungen" lautet das Motto des 900 Quadratmeter großen Verwaltungsgebäude in der Conrad-Röntgen-Straße. Entstanden sind nach nur einem halben Jahr Bauzeit attraktive Arbeitsplätze im Einklang mit der Natur. Das Gebäude ist aus Holz. Energie kommt von einer Photovoltaikanlage in Kombination mit einer Wärmepumpe. Das Architekturbüro Beer ist mit dem neuen evangelischen Gemeindehaus Nabburg mit einem weiteren Projekt in den "Architektouren" vertreten.
  • Ein Mehrgenerationenhaus in Burgtreswitz (Landkreis Neustadt) des Architekturbüros Volker Schwab aus Vohenstrauß beeindruckte die "Architektouren"-Jury. Öko­lo­gie und Öko­no­mie sind in dem Einfamilienhaus mit einer Wohnfläche von 325 Quadratmetern perfekt vereint. In dem Gebäude der Familie Meiller sind nun vier Generationen vereint. Während Oma und Mutter nun im Erdgeschoss des Gebäudes leben, bewohnt der Bauherr mit seiner Frau und den Zwillingen den ersten Stock. Das Besondere an der Sache: in das bereits bestehende Haus wurde ein weiteres Einfamilienhaus "hineingesteckt". So entstand ein Objekt, das durch das Material Holz auch die Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt stellt.
  • Mit der Neu­ge­stal­tung des Schloss­hofs rund um das alte Lan­d­richt­er­schloss in Parkstein und den Frei­flä­chen des Vulkan-Muse­ums schaffte das Architekturbüro Armin und Alexander Juretzka den Sprung die "Architekturen 2021". Das wiederbelebte Landrichterschloss mit Benefizium, Steinstadl und Freianlagen bildet nun die „neue Mitte“ in Parkstein. Dabei galt es nicht nur ein denkmalgeschütztes Umfeld neu zu gestalten, sondern auch historische Elemente wie eine alte Stützmauer oder die bereits vorhandene Streuobstwiese mit einzubeziehen. Durch scheinbar krasse Gegensätze ist ein harmonisches Ganzes entstanden.
  • In Weiherhammer stehen zwei ehemalige Gießereigebäude im Fokus, aus denen nach dem Umbau und der Sanie­rung eine Bil­dungs­ein­rich­tung geworden ist. Verantwortlich für das Projekt ist das Auer Facility Management, Bauherr ist die BHS Corrugated. Nachhaltigkeit und Nutzung der Ressourcen waren für Architekt Dietmar Auer beim Umbau eine wichtige Vorgabe. Zunächst war nicht sicher, ob es möglichst ist, am Bestandsbau festzuhalten. Doch schließlich gelang es, die bestehende Konstruktion zu erhalten und mit neuen Elementen zu ergänzen, die im Hinblick auf Wärme- und Brandschutz sowie Standsicherheit notwendig sind. Was Auer besonders freut: 300 Tonnen des alten Stahls konnten erhalten werden.

Bei der Weidener VR-Bank in der Wörthstraße steht die Sanierung an

Weiden in der Oberpfalz
Architektouren 2021:
  • Bei den "Architektouren" werden Neu- und Umbauten, Modernisierungen, Sanierungen, Innenräume, Renaturierungen, Parks, Grün- und Außenanlagen und vieles mehr gezeigt.
  • In normalen Zeiten geben Architekten und ihre Bauherren Auskunft über die Objekte und informieren interessierte Besucher vor Ort.
  • Durch die Coronapandemie kann die Veranstaltung zum zweiten Mal nur virtuell stattfinden
  • Am 26. und 27. Juni gibt es zu jedem Projekt auf der Seite der Bayerischen Architektenkammer einen kleinen Film zu sehen
  • Unter www.byak.de/planen-und-bauen/architektur-baukultur/architektouren.html können die 208 ausgewählten Projekte genauer unter die Lupe genommen werden

 

 

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