01.03.2019 - 12:26 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Artenschutz am Tierfriedhof

An dem Ort, an dem bald das 500. Tier beerdigt werden wird, fühlen sich diverse Vögel und Fledermäuse pudelwohl.

von Autor hczProfil

Auf dem 4000 Quadratmeter großen Grundstück des Tierfriedhofs im Weidener Westen wird bald das 500. Tier beerdigt. Das berichtete Stadtrat Josef Gebhardt. In den letzten Jahren waren es jedes Mal 60 bis 70 Hunde, Katzen, Meerschweinchen, Hasen und Vögel. In Tausenden von unentgeltlichen Arbeitsstunden haben Mitglieder des Tierfriedhof-Fördervereins das verwilderte Areal in eine park-ähnliche Oase des „Tier-Friedens“ verwandelt. Dazu tragen auch die elf angebrachten Nistkästen bei.

Seit sie 2012 an den hohen Bäumen im Tierfriedhof angebracht wurden, brüten alljährlich Kleiber, Stare, Blau- und Kohlmeisen auf dem ansonsten ruhigen Gelände. Auch Fledermäuse und Spechte nehmen die Quartiere gerne an. Die Nistkästen wurden von Mitgliedern des Tierfriedhofvereins gespendet und mit dem Namen der Spender beschriftet. Alljährlich im zeitigen Frühjahr reinigt Vorsitzender Josef Gebhardt mit seiner Mannschaft die hölzernen Kästen, so dass die aus ihren Winterquartieren eintreffenden Vögel hygienisch saubere Brutplätze vorfinden. Die Aktion, an der sich heuer stellvertretender Vorsitzender Klaus Meier, Helvi Lorenz, Albert Faget und Uli Keltsch beteiligten, dient auch dazu, die Zahl der angenommenen Brutplätze, sowie Art und Zahl der Vögel zu erfassen.

Einige der Nistkästen waren im letzten Jahr nicht angenommen worden. In einigen war ein begonnener Nestbau abgebrochen worden. „Eine Folge des heißen Sommers“, erklärte Förster Keltsch. „Wenn es zu heiß ist, suchen die Vögel lieber besser beschattete Plätze auf.“ In zahlreichen Kästen waren aber Reste von Vogelnachwuchs zu finden. In OB Kurt Seggewiß´ Kasten hatte ein Rotschwanz- Pärchen gebrütet.

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