31.05.2019 - 15:43 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Artilleristen mit neuen Zielen

Über 130 seiner Soldaten sind derzeit wieder in Litauen unterwegs. Andere üben mit den Österreichern in Grafenwöhr. Die Kaserne selbst bleibt, so Oberstleutnant Sven Zickmantel, weiterhin Baustelle. Große Veränderungen stehen an.

Die Panzerhaubitze 2000 ist das Vorzeigegerät des Artilleriebataillon 131, das die Spitze des SPD-Ortsvereins Lerchenfeld/Stockerhut besucht.
von Josef-Johann Wieder Kontakt Profil
Das ist der Blick über den Bauzaun auf das neue Sanitätsversorgungszentrum.

Rund 41 Millionen Euro musste der Bund in den vergangenen Jahren investieren, um die Ostmark-Kaserne wieder fit für eine Kampftruppe, das Artilleriebataillon 131, zu machen. Doch damit ist der Standort noch lang nicht am Ende der Bautätigkeit. Bis 2025 werden weitere 20 Millionen in die verschiedensten Projekte fließen müssen. Und selbst dann ist das Konzept "Kaserne 2000" noch nicht zu Gänze umgesetzt, das den Soldaten ein Einzelzimmer mit Sanitärbereich zubilligt. Schnelles Internet steht ebenfalls noch aus.

Einige der Gäste, die der Einladung von Ralf Moser, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Lerchenfeld/Stockerhut, zum Besuch der Kaserne gefolgt waren, erkannten die Liegenschaften kaum wieder, in denen sie zum Teil vor Jahrzehnten selbst gedient hatten. Die Kaserne ist grün geworden. Dafür steht auch der inzwischen mit hochstämmigen Bäumen "eingerahmte" Exerzierplatz.

Im Westen sind seit 2015 zahlreiche Gebäuden entstanden, die auf die speziellen Bedürfnisse der Artilleristen ausgelegt sind, wie etwa die Hallen für die Aufklärungsflugkörper (Drohnen), Raketenwerfer oder den Simulator für die Bedienung der "Panzerhaubitze 2000", die zwar schon vor zweieinhalb Jahrzehnten entwickelt wurde, aber immer noch als "das Beste auf dem Markt" gilt.

Nach dem Einführungsvortrag, in dem der Bataillonskommandeur und Standortälteste berichtete, dass insgesamt 22 Einheiten und Dienststellen die Ostmark-Kaserne (Sollstärke 1150 Soldaten und Mitarbeiter, davon 750 im Artilleriebataillon 131) nutzen, erlebten die Genossen einen Ausbildungsabschnitt im Handwaffen-Schießsimulator.

Der Schwerpunkt der künftigen Investitionen liegt im Osten der Kaserne, die 2016 mit den Rückkauf der früheren Infanteriestraße (später Kasernenstraße) ermöglicht wurde. Das neue Sanitätsversorgungszentrum (4,22 Millionen Euro) ist weit über das Rohbaustadium hinausgewachsen. Noch im Herbst beginnen der Neubau der Wärmekraftanlage und die Erweiterung/Sanierung der Gebäude der "Heeresinstandsetzunglogistik" sowie der Abbruch des Kinos, das neben der Sporthalle den größten Saal in der Kaserne bot. Ab Spätsommer wird die Standortschießanlage erneuert und deshalb gesperrt. Für 2021 geplant ist die Verlegung von Hauptwache und Hauptzufahrt zum "Osttor" in die Kasernenstraße. Damit wird die Frauenrichter Straße entlastet.

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