13.11.2018 - 21:54 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Asylstraße: Rechtsabbiegen unter Strafe

Die Warnbaken und ein Schild signalisieren es deutlich: Von der Asylstraße rechts in Richtung Adolf-Kolping-Platz abzubiegen, ist neuerdings verboten. Doch kaum einer hält sich dran. Nun will die Stadt kontrollieren.

Rechts raus aus der Asylstraße: Das ist wegen eines mehrmonatigen Testlaufs verboten. Linksabbieger haben aber freie Fahrt.
von Simone Baumgärtner Kontakt Profil

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Weiden in der Oberpfalz

Eine Baustelle gibt es - noch - nicht in der Asylstraße. Trotzdem ist die rechte Fahrspur seit Anfang Oktober gesperrt, es gilt ein Linksabbiegegebot. Den Grund dafür verrät die Stadt auf Nachfrage: Die Sperre ist ein Testlauf.

Denn die Verkehrsexperten Weidens sehen die genannte Kreuzung unter anderem als Quell des Übels für die deutlichen Rückstaus zu Hauptverkehrszeiten in der Sedanstraße. Diese Rückstaus gäbe es "bereits über mehrere Quartale hinweg". Auffällig sei dabei gewesen, dass sich auch in der Asylstraße die Verkehrsbelastung in Richtung Adolf-Kolping-Platz schleichend erhöhte. Zu viele versuchten wohl so, die Ampel an der Ecke Bürgermeister-Prechtl-/Sedanstraße zu umfahren.

Mit der Folge, dass der Verkehr durch die Rechtsabbieger zur Josefshauskreuzung ins Stocken geriet. "Verkehrsteilnehmer aus der Asylstraße reihten sich dabei während der Grünphase in die Sedanstraße ein beziehungsweise wurden während der Grünphase reingelassen." In der Folge dieser netten Geste sei es "im Nahbereich der Lichtzeichenanlagezu kurzzeitigen Stockungen im Verkehrsfluss gekommen". Die Stadt vermutet, dies habe den Verkehr bis weit zurück in die Sedanstraße ausgebremst.

Mit dem mehrmonatigen Testlauf "Linksabbiegegebot mit Sperrung der rechten Fahrspur" soll erprobt werden, ob und wie sich der Verkehrsfluss ohne Rechtsabbieger verändert beziehungsweise welche Auswirkung dies auf das Verkehrsnetz hat. Insbesondere interessant würden die Beobachtungen zu besonderen Verkehrsspitzen wie der Vorweihnachtszeit.

Einen positiven Effekt gibt es laut Stadt bereits. Er sei im Stadtteil Scheibe zu spüren. Hier sei zeitgleich eine 30er Zone eingerichtet worden - und in der gegenwärtigen Umstellungsphase habe das den Nebeneffekt, dass sich das positiv auf das Verkehrsaufkommen dort auswirke. Darüber hinaus will die Stadt nach knapp sechs Wochen Sperre keine abschließende Aussage treffen. Das halten die Verantwortlichen aus den folgenden drei Gründen für verfrüht:

• Erstens habe es baustellenbedingte Beeinträchtigungen aus anderen Bereichen des Verkehrsnetzes gegeben, wie etwa in der Schillerstraße oder in der Nikolaistraße.

• Zweitens müsse eine gewissen Eingewöhnungsphase der Verkehrsteilnehmer berücksichtigt werden.

• Und drittens hielten sich noch nicht alle Verkehrsteilnehmer an das angeordnete Linksabbiegegebot, sprich sie biegen verbotswidrig rechts ab. "In einem weiteren Schritt werden diesbezüglich noch Kontrollen erfolgen", kündigt die Stadt an.

Zu einem "vorläufigen Eindruck" aber sind die Verkehrsexperten gekommen: "Der Verkehrsfluss scheint sich in der Sedan- und Asylstraße tendenziell zu bessern - die Beeinträchtigungen durch die Baustelle Nikolaistraße außer Acht gelassen." Apropos Baustelle: Eine solche ist auch "in den nächsten Wochen am Ende der Asylstraße angemeldet", erklärt die Stadt. Ein Kabelschacht wird ausgetauscht.

Info:

Wer trotz des Verbots rechts von der Asyl- in die Sedanstraße einbiegt, muss zahlen. Und zwar 10 Euro, weiß der Vekehrssachbearbeiter der Polizei Weiden, Johann Wurm. Kontrollieren wird die Polizei, nicht die Stadt.

Schilder in der Asylstraße weisen auf die neue Verkehrsregelung hin. Noch spricht die Stadt von einer Gewöhnungsphase bei den Verkehrsteilnehmern.

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