03.04.2019 - 17:44 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Aufkleber gegen Straßenschmutz

Das Problem zeigt sich zum Beispiel im Stadtteil Scheibe rund ums Klinikum. Links und rechts sind die eh schon engen Straßen zugeparkt. Für den städtischen Reinigungsdienst bleibt gerade mal die Straßenmitte. Jetzt sollen Aufkleber helfen.

Ein Bild, das Beschwerden über die Qualität der Straßenreinigung auslöst. Dauerparker verhindern den Einsatz der Kehrmaschinen. Per Aufkleber sollen sie gebeten werden, zumindest an zwei Terminen im Jahr die Fahrzeuge wegzufahren.
von Volker Klitzing Kontakt Profil

Die Kosten für die Straßenreinigung halten sich insgesamt in Grenzen. Trotzdem war der Schock groß, als Ende vergangenen Jahres die Gebühren um 25 Prozent erhöht werden mussten. Die Stadträte beschlossen deshalb auch, dass die Verwaltung Möglichkeiten aufzeigen soll, wie die Kosten der Straßenreinigung auf jeden Fall gehalten, vielleicht sogar gesenkt werden können.

Im Finanzausschuss berichtete der Leiter von Bauhof und Stadtgärtnerei, Björn Scheffczyk, dass unter anderem die Reinigungstouren optimiert werden sollen. Man habe das Gefühl, die drei Maschinen, die je 250000 Euro kosten, seien nicht vollständig ausgelastet. "Es macht keinen Sinn, wenn diese nachmittags stehen. "Scheffczyk will die Kehrmaschinen für vier bis sechs Wochen mit einer GPS-Überwachung ausstatten. Ziel sei es, die Reinigung digital zu erfassen und die Touren möglichst optimieren. Der Bauhof-Leiter will nicht ausschließen, dass vielleicht sogar eine Maschine eingespart werden könne.

Auch die Entleerung von Papierkörben kostet Geld. Sie soll bedarfsgerecht erfolgen. So seien die Abfallbehälter in der Innenstadt oft zweimal am Tag gefüllt, während zum Beispiel im Stadtteil Ullersricht nur alle drei Tage geleert werden müsste. Schließlich verweist Scheffczyk auf die Problematik bei Straßen, die wegen der parkenden Autos nicht bis an die Ränder gereinigt werden können. Die führe regelmäßig zu Beschwerden über die Qualität der Straßenreinigung. Helfen soll eine vorübergehende Parkverbotsregelung an zwei Terminen im Jahr. Bei Dauerhinweisen sei ihm signalisiert worden, dass man keinen Schilderwald wolle.

Doch auch die befristete Schilder-Lösung finden die Stadträte nicht optimal. SPD-Fraktionschef Roland Richter lobte zunächst die Optimierungsversuche und brachte dann statt der Parkverbotsschilder Aufkleber an Straßenlaternen und Verkehrsschildern ins Spiel, mit Hinweisen, wann die Reinigung erfolgen soll. Dem schlossen sich CSU-Sprecher Wolfgang Pausch ("eine pragmatische Lösung") und für die Bürgerliste Reinhold Wildenauer an ("das gibt's in anderen Städten auch"). Grundsätzliches Lob für die Straßenreinigung kam von Hans Sperrer (CSU) und Grünen-Fraktionschef Karl Bärnklau. Dieser betont zudem die Regelmäßigkeit. "Dafür kann's ruhig seltener sein."

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