17.06.2018 - 10:48 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Auftrag unterschätzt

Die Kanalbauarbeiten am Hammerweg verzögern sich weiter. Und damit wächst der Ärger bei den Bürgern. Auch die Stadtwerke Weiden sind als Auftraggeber mit der Situation alles andere als glücklich.

von Josef-Johann Wieder Kontakt Profil

(wd) "Die Sperrung sollte nur noch bis zum 4. Mai dauern. Heute haben wir Mitte Juni und die Sperrung besteht immer noch. Jetzt wird sogar noch eins draufgesetzt, denn seit letzter Woche ist auch der Hammerweg im Bereich der Brücke über die B 22 mit einer Baustellenampel nur noch einspurig befahrbar. Am Hammerweg wohnen über 5000 Leute und viele davon müssen tagtäglich den Weg über die Hammerwegbrücke benutzen", klagt etwa Bernhard Herzog. "Wo liegt das Problem, ein paar Abwasserrohre auszutauschen? Mir fehlt mittlerweile jegliches Verständnis!"

Erfahren und leistungsfähig

Johann Riedl, Vorstandschef der Stadtwerke, und Jürgen Lehner, Leiter des Sachgebiets Abwasser, erläutern aus ihrer Sicht die Gründe für die Verzögerungen, die so nicht vorhersehbar gewesen seien. Das beauftragte Unternehmen sei erfahren, die Leistungsfähigheit nachgewiesen. Seit 19. März habe die Firma Hans Fröber Hoch- und Tiefbau GmbH (aus Selb, bereits 1923 gegründet) wieder mit den Bauarbeiten im Bereich des Hammerwegs begonnen. Der erste Bauabschnitt war Ende 2017 abgeschlossen worden.

Fristen versäumt

Die anvisierten Fristen habe die Firma nicht eingehalten, stellen die Verantwortlichen der Stadtwerke fest. "Trotz mehrmaliger Aufforderungen, den Baufortschritt zu beschleunigen, kommt die Firma nicht zügiger voran. Anscheinend hat die Firma Fröber die Schwere der Baumaßnahme unterschätzt. Somit müssen sich die Anwohner des Hammerweges länger als vorgesehen mit den entstandenen Behinderungen durch die Baustelle auseinandersetzen", räumen die Stadtwerke in ihrer Stellungnahme vom Freitagnachmittag ein.

Der Baufortschritt schreitet aber trotz allem in Richtung Hammerweg voran, betonen die Stadtwerkesprecher. Zugleich räumen sie ein, dass es momentan im Hammerweg zusätzlich auch noch eine Behinderung durch eine Baustellenampel gebe. "Diese wird auf jeden Fall bis zur Einmündung Beethovenstraße in Betrieb bleiben müssen. Ob sie im weiteren Verlauf der Baumaßnahme bis zur Mozartstraße benötigt wird, entscheidet sich in Absprache mit der Verkehrsbehörde der Stadt Weiden im Laufe der nächsten Woche." "Leider sind manchmal Behinderungen, die im Bauablauf entstehen, unvermeidlich", gesteht Johann Riedl. "Wir bedanken uns deshalb für das bis jetzt und auch künftig entgegengebrachte Verständnis der Bürger aus dem Hammerweg."

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.