21.12.2018 - 13:54 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

"Augustinus" lässt bei Weihnachtskonzert den Mythos weiterleben

Der Stabwechsel ist vollzogen. Erfolgreich. Ein Konzert des Augustinus-Gymnasiums ist auch unter neuem Dirigat ein herausragendes Ereignis.

Ein wunderschönes Weihnachtskonzert mit Chören, Pauken und Trompeten.
von Helmut KunzProfil

Das erste öffentliche Konzert nach Peter Pollingers Abgang knüpfte an die großartige Chor-Tradition der Schule an. Franz Xaver Oswald, Musiklehrer und Kirchenmusiker, führt die Arbeit seines Vorgängers fort. Er schaffte es, den typischen Klang und die vielschichtige Harmonie der mächtigen Ensembles zu erhalten. Fachschaftsleiterin Katharina Scharnagl arrangierte für das selbstbewusste Orchester bezaubernde Klangwelten.

Das Publikum in der vollbesetzten Herz-Jesu-Kirche zeigte sich begeistert. Oberstudiendirektor Ulrich Winter hatte eingangs den Wunsch geäußert, der Musik eine Chance zu geben. "Lassen Sie sie auf uns wirken". Die Musik wirkte. Das Augustinus vermittelte seinen Zuhörern die ganze Bandbreite, was man sich unter einem "Weihnachtskonzert" vorstellt. Der Mythos lebt weiter.

Für die kleineren Gruppen und Solisten war Gertrud Werner verantwortlich. Orgel und Orchester eröffneten den Abend auf der Empore unter dem Dirigat von Katharina Scharnagl wuchtig mit dem ersten Satz aus Georg Friedrich Händels Konzert in B-Dur. An der Orgel: David Kirschsieper. Den solistisch geprägten Stimmen von Rebecca Obvwandner (Mezzosopran) und Irene Slenczka (Sopran) gelang es hervorragend, das typische Gefühl zu erzeugen, das es braucht, um "Ein Engel zu Maria kam" mit Seele zu füllen.

Ob "Singen wir im Schein der Kerzen" , "Sleep little Baby" oder "Mary's Boychild", jeder Vortrag des Unterstufenchors geriet zum besonderen Erlebnis. Es folgte "Winter Wonderland", vorgetragen von Jana Tölzer (Alt), Saskia Zupfer (Sopran) und Emma Ingendorf (Klavier). Dann setzte das Orchester mit "Winter Winds" und "Christmas at the Movies", liebevoll durch Flötenpassagen und Xylophon verstärkt, auf märchenhafte Harmonien.

Nach jeweils kurzen Umbauphasen folgten Instrumental- und das solistisch geprägte Gesangsensemble. "O Heiland, reiß den Himmel auf" - gewaltige Stimmvolumen trotz schlichter Klarheit. Viel Beifall ernteten Flötistin Johanna Nickl und Pianistin Anna-Katharina Käs mit ihrer Sonate für Flöte und Klavier aus der Feder Gaetano Donizettis. Auf der Empore trompetete Walburga Puff Jeremiah Clarkes "Trumpet Voluntary".

Zuletzt schlug die Stunde der Chöre. Zunächst Kammerchor gemeinsam mit dem Vokalensemble und dem "Transeamus usque Bethlehem". Dann mit Unterstufenchor-Verstärkung - die Schülerinnen und Schüler hatten sich im Mittelgang positioniert: "You raise me up". Zum Abschluss gesellte sich das Orchester hinzu. In gemeinsamer Anstrengung erklang "When a Child is born." Das Publikum spendete lange Applaus.

Walburga Puff bläst Jeremiah Clarkes "Trumpet Voluntary"" von der Empore.
Das Schulorchester spielt "Winter Winds" nach einem Arrangement von Katharina Scharnagl.
Kammerchor, Vokalensemble und Unterstufenchor interpretieren zum Abschluss "You raise me up".
Kammerchor, Vokalensemble und Unterstufenchor interpretieren zum Abschluss "You raise me up".
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