Ausstellung zeigt ehemaligen Ort Paulusbrunn

Weiden in der Oberpfalz
25.01.2023 - 14:11 Uhr

Paulusbrunn, das verschwundene Dorf im tschechischen Grenzgebiet bei Bärnau, steht im Mittelpunkt einer Fotoausstellung im Maria-Seltmann-Haus in Weiden.

40 großformatige Fotografien zeigen die Fotografen Reinhold Buchner und Elke Englmaier im Maria-Seltmann-Haus. Sie erinnern an das Dorf Paulusbrunn im tschechischen Grenzgebiet, in dem seit dem 30-jährigen Krieg Deutsche lebten und teilweise wegen der Knopfindustrie im nahen Bärnau über die Grenze dorthin pendelten. 1945 wurde die deutsche Bevölkerung vertrieben und der Ort vernichtet.

An die frühere Zeit erinnern nur noch einige Baudenkmäler und Reste früherer Bauernhöfe. Die 50- und der 71-Jährige haben in langwieriger Arbeit die Zeugnisse der Geschichte abgelichtet.

Begleitend zur Vernissage am Dienstag hielt Rainer J. Christoph aus Altenstadt/WN eine Lesung aus seinem Buch über das „sagenhafte Paulusbrunn und die Bärnauer Geschichte“. Der pensionierte Lehrer beschäftigt sich seit 1990 mit der bayerisch-böhmischen Geschichte.

Die Bilderschau, in Zusammenarbeit mit der „Arge Paulusbrunn“ entstanden, zeigt zudem zahlreiche historische Aufnahmen, Skizzen und Lagepläne. Sie wird als Wanderausstellung demnächst auch in Bärnau und mehreren tschechischen Orten zu sehen sein. Im Maria-Seltmann-Haus ist sie bis 10. Februar zu sehen.

 
 

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