Es war ein Abend voller musikalischer Kontraste, getragen von Präzision, Spielfreude und einer hörbaren Leidenschaft: Das Benefizkonzert des Heeresmusikkorps Veitshöchheim lockte am Mittwoch rund 600 Besucher in die Max-Reger-Halle in Weiden. Eingeladen hatte der Lions Club Weiden Goldene Straße. Der gute Zweck stand dabei stets im Mittelpunkt.
Schon am Eingang wurden die Gäste von Vizepräsident Markus Rodler und dem Lions-Maskottchen empfangen, die Lose für die Tombola verkauften. Hauptpreis: ein Reisegutschein. „Das Konzert ist eine Activity unseres Clubs, die wir alle zwei Jahre veranstalten“, erklärte Rodler. „Der Erlös kommt caritativen Projekten zugute.“ Präsident Christoph Müller-Rauch nannte in seiner Begrüßung Beispiele: Unterstützt wurden bisher unter anderem das HPZ Irchenrieth, das Kinderheim St. Elisabeth und das SOS-Kinderdorf in Immenreuth sowie Initiativen gegen häusliche und seelische Gewalt.
Im Publikum saßen neben zahlreichen Ehrengästen auch Oberstleutnant Stefan Zadlo, Kommandeur des Panzerartilleriebataillons 131, der frühere Leiter des Musikkorps, Oberstleutnant Roland Kahle, sowie der neu gewählte Weidener Oberbürgermeister Benjamin Zeitler.
Unter der Leitung von Major Wolfgang Dietrich präsentierte das Heeresmusikkorps ein breit gefächertes Programm. Den Auftakt machte traditionell ein Marsch: die „Kaiser-Friedrich-Fanfare“ von Friedrich Wilhelm Voigt. Kraftvoll und präzise war es ein gelungener Einstieg in den Konzertabend und zugleich in die Frühjahrssaison des Musikkorps.
Es folgte mit der „Symphonic Overture“ von James Barnes ein Klassiker der Blasorchesterliteratur. Dietrich erläuterte, dass das Werk nach einer längeren Schreibblockade des Komponisten in nur 20 Tagen entstanden sei, und genau diese Energie war deutlich zu spüren. Ein eher selten gespielter Marsch nach Motiven aus der Oper „Die weiße Dame“ von François-Adrien Boieldieu brachte anschließend frischen Schwung.
Mit der Polonaise aus der gesellschaftskritischen Oper „Eugen Onegin“ von Pjotr Iljitsch Tschaikowski zeigte das Ensemble seine klangliche Bandbreite, bevor die „Four Scottish Dances“ von Malcolm Arnold folkloristische Akzente setzten. Den Abschluss vor der Pause bildete der bekannte „Adlerflug-Marsch“ von Hermann Ludwig Blankenburg. Ein Stück, das beim Publikum bestens ankam.
Nach der Pause ging es moderner weiter: Die „Overture to a Pops Concert“ von Henry Mancini eröffnete den zweiten Teil. Mit „Sea Songs“ von Ralph Vaughan Williams wurde es maritim, ehe schließlich auch ruhigere Töne Platz fanden. Etwa mit „Old and Wise“ von Alan Parsons, dem ehemaligen Tontechniker der Beatles und der Gruppe Pink Floyd. Den Schlusspunkt setzte ein Medley mit Songs von Christopher Cross. Langanhaltender Applaus belohnte die Musiker.























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