Der erste Fall beschäftigte die Polizei am Samstagabend an der Max-Reger-Halle. Gegen 23.25 Uhr wollte ein 16-Jähriger aus Weiden eine dortige Veranstaltung besuchen. Das Sicherheitspersonal verweigerte ihm allerdings den Zugang, wegen "seines deutlich erkennbaren Vollrauschs", wie es im Polizeibericht heißt. Daraufhin sei der Jugendliche ausgerastet, habe zwei Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes übel beschimpft und sei einem gegenüber "fußgreiflich" geworden: "Er stieß den Geschädigten zunächst gegen die Brust und trat ihm danach auch noch gegen das Bein. Die Verletzungen fielen glücklicherweise nur leicht aus."
Die Polizei stellte fest, dass der 16-Jährige 1,6 Promille Alkohol intus hatte. Wegen seines Alters musste er nicht in eine Ausnüchterungszelle einrücken, sondern wurde seiner Mutter übergeben, nachdem die entsprechende Strafanzeige aufgenommen war. Neben der Staatsanwaltschaft werde sich auch das Jugendamt mit dem Vorfall befassen müssen.
Wenige Stunden später: Anderer Schauplatz, gleiches Spiel. Vor einer Diskothek scheiterte gegen 3.15 Uhr ein 30-Jähriger Weidener an den Türstehern. Aus Ärger darüber habe er einen von ihnen angegriffen und leicht verletzt. "Um den äußerst aggressiven Mann bis zum Eintreffen der Polizei zu bändigen, musste er bis zum Eintreffen der Streifen vom Sicherheitspersonal festgehalten werden."
Weil er auch mit der Polizei nicht kooperiert habe, wurde gefesselt und in einen Haftraum der Polizeiinspektion gebracht, wo er seinen Rausch ausnüchtern sollte. Die Messung ergab 2,1 Promille. "Ihn seiner ebenfalls erheblich angetrunkenen weiblichen Begleitung zu übergeben, war nachvollziehbar keine geeignete Option." Ihn erwartet ein Verfahren wegen Körperverletzung und Ärger wegen des Schadens an zwei Autos, der bei der Rangelei entstand.
Trotz seiner Nacht in der Zelle hatte er sein Mütchen noch nicht gekühlt. Nach der Entlassung habe der 30-Jährige in einer osteuropäischen Sprache Richtung Polizeigebäude gewettert. "Das Ganze klang zwar alles andere als freundlich. Da aber keiner der Beamten über die erforderlichen Fremdsprachenkenntnisse verfügte, läuft das Ganze unter „Theaterdonner“."



















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