Die SPD wünscht sich ein „Sozialticket“ für den ÖPNV, das finanziell benachteiligten Bürgern günstiges Busfahren ermöglicht. Doch die Stadtverwaltung erkennt hier keinen Bedarf, wie sie in einem Vorlagebericht deutlich macht. Grund: Der Stadtbus Weiden biete bereits ein „äußerst preisgünstiges Angebot“, „das den hierfür im SGB II/SGB XII-Regelsatz vorgesehenen Aufwand weit unterbietet“. Ob sich die Genossen davon überzeugen lassen, wird sich am Montag, 1. Juli, zeigen. Dann steht das Thema auf der Tagesordnung der Stadtratssitzung, die um 15 Uhr im Schlörsaal der Max-Reger-Halle beginnt.
Im Bericht verweisen die Sachbearbeiter darauf, dass die Stadt den „qualitativ hochwertigen ÖPNV“ ohnehin schon mit einem jährlichen Zuschuss von einer Million Euro unterstütze. Der Preis für eine Einzelfahrt liege zwölf Prozent unter dem Amberger Niveau. Sehr günstig sei das Jahresticket, das im Monatsabo 28 Euro koste. Zum Vergleich: Der im Regelsatz für Hartz-IV-Empfänger vorgesehene Monatsaufwand für ÖPNV-Ausgaben betrage 34,66 Euro. Familienmitglieder könnten das Ticket teilweise mitbenutzen.













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