14.07.2019 - 15:27 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Bischof Rudolf Voderholzer weiht neues Pfarrheim von Herz Jesu ein

Das Evangelium vom barmherzigen Samariter zieht sich in der Herz-Jesu-Kirche durch die Predigt von Bischof Rudolf Voderholzer. Gleichzeitig schwärmt er von der Kirche. Und er freut sich, dass die Pfarrei ein neues Pfarrheim hat.

von Helmut KunzProfil

Der Bischof war nach Weiden gekommen, um dieses Pfarrheim einzuweihen. Der hohe Würdenträger rief die Gläubigen auf, sich einen Ruck zu geben, das neue Pfarrheim mit Leben zu füllen. Dazu sei es da. Die Pfadfinder, die vor geraumer Zeit nach St. Josef gewechselt waren, rief er auf, es sich doch zu überlegen, vielleicht wieder zurückzukehren nach Herz Jesu. Platz sei wieder vorhanden. Das Pfarrheim biete Raum für Gespräche, Geselligkeit und geistliche Gespräche.

Der Bischof gab sich volksnah, predigte nicht von der Kanzel herab, sondern bewegte sich im Mittelgang des Gotteshauses bei den Gläubigen, um seine Botschaft zu verbreiten. An Leute mit gesanglichen Talenten appellierte er, sich doch dem Kirchenchor anzuschließen. Kirche ende nicht vor der Kirchenpforte. Gottesdienst funktioniere nur dann, wenn auch die Hauskirche gepflegt werde. „Ich bitte Sie um eine gute Pflege, damit der Boden bereitet ist und Ihre Pfarrkirche weiter blüht.“

Bischof Rudolf feierte den Pontifikalgottesdienst in Konzelebration mit Stadtpfarrer Gerhard Pausch, Monsignore Andreas Uschold und Pfarrvikar Reinald Bogensperger. Beim feierlichen Ein- und Auszug wurde er von den Standartenträgern der kirchlichen Vereine und Verbände begleitet. „Nun dankend alle Gott“ erfolgte in einer poppigen Version. Die musikalische Umrahmung gestalteten der Kirchenchor Herz Jesu und eine Bläser- und Rhythmusgruppe unter Leitung von Chordirektor Peter Kosmus.

Nach dem Gottesdienst weihte der Regensburger Bischof das neue Gebäude. „Wir haben wieder ein Pfarrheim“, sagte Bürgermeister Jens Meyer. Die Entscheidung, das alte Pfarrheim abzureißen, um ein neues zu bauen, sei richtig gewesen. „Manchmal muss man loslassen können. Nur wer los lässt, hat auch wieder beide Hände frei.“

Architekt Manfred Schwemmer erinnerte an die Planungsphase und die 13-monatige Bauzeit. Das Bauwerk sei dem Umfeld angepasst. Er überreichte Stadtpfarrer Pausch einen symbolischen Schlüssel aus Brezenteig. Auch Kirchenpfleger Hans-Joachim Wolfinger ging auf den Bau ein und betonte die eine oder andere Schwierigkeit. „Ich hätte niemals gedacht, dass man mit einem ellipsenförmige Gebäude so anecken kann.“ Das gesteckte Ziel, 1,5 Millionen Euro auszugeben, könne wohl wegen der gestiegener Materialkosten nicht eingehalten werden, sagte er.

Im Anschluss waren die Gottesdienstbesucher zum Mittagessen ins neue Pfarrheim eingeladen. Noch bis in den Nachmittag hinein wurde im Pfarrhof und vor der Kirche gefeiert.

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