19.04.2021 - 17:45 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Bislang 10 Schüler positiv getestet bei Selbsttests an Schulen in Weiden und im Landkreis Neustadt/WN

Schüler in Präsenzunterricht müssen sich seit 12. April vergangener Woche mehrmals einem Selbsttest unterziehen. Der Ablauf hat sich nach Aussagen der Schulen gut eingespielt. Aber es gibt auch die ersten Positiv-Fälle.

Fast 1500 Schüler wurden seit Beginn der Selbsttests an den Schulen in Weiden und im Kreis Neustadt/WN getestet.
von Stephanie Hladik Kontakt Profil

Getestet werden neben den Lehrern alle Schüler der 4. Klassen an Grundschulen, die 11. Klassen der Gymnasien und Fachoberschulen sowie alle Abschlussklassen. Hinzu kommen Schüler aus der Notbetreuung. „Es läuft sehr gut“ äußern sich einige Schulleiter, die Oberpfalz-Medien um eine Bilanz nach der ersten Testwoche bat. Die meisten von ihnen hatten bislang keinen positiven Fall an ihrer Schule. Dass es aber welche gab, bestätigt das Gesundheitsamt Weiden-Neustadt/WN auf Anfrage. Insgesamt seien es 10 Fälle (5 vergangene Woche, 5 am gestrigen Montag), sagt Landratsamtssprecherin Claudia Prößl.

Klasse in Quarantäne

Eine Klasse musste unter Quarantäne gestellt werden. In den übrigen Fällen waren nach Bewertung der Lage die hygienischen Bedingungen zumindest so günstig, dass auf Quarantäne verzichtet werden konnte. Insgesamt hätten in der letzten Woche 1493 Schülerinnen und Schüler mindestens ein Mal einen Selbsttest durchgeführt, so die Sprecherin.

370 bis 380 Schüler werden allein täglich an der Berufs- und Fachoberschule (FOS/BOS) Weiden getestet. Bis auf drei Klassen sei das Haus ziemlich voll. Überwiegend halbe Klassen der Oberstufe seien jeweils in Präsenz da, teilte Oberstudiendirektorin Gabriele Dill mit. Auch Praktika seien wieder möglich. „Die Selbsttests klappen gut“, sagt sie. Sie weiß von bislang zwei positiv ausgefallenen Tests, in Quarantäne musste aber noch keine Klasse. Betroffene Schüler würden sofort isoliert und nach Hause geschickt. Der Schüler selbst oder die Eltern informierten dann das Gesundheitsamt, das einen PCR-Test anordnet. Wie dieser ausfällt und wie es dem Schüler geht, davon überzeugt sich die Chefin gerne auch selbst und telefoniert nach. „Ich kenne mittlerweile jeden meiner Schüler persönlich. Die sind alle sehr verantwortungsbewusst“, lobt sie die Jugendlichen.

Grundschüler lernen schnell

Dass auch die jüngeren Schüler schnell lernen, davon kann sich Doris Bodensteiner, Rektorin der Grundschule Altenstadt/WN jeden Tag aufs Neue überzeugen. „Selbst für die ganz Kleinen der Notbetreuung stellt der Selbsttest mittlerweile kein Problem dar“, erzählt sie. Bis zu 60 Tests (plus Lehrer) würden montags, mittwochs und freitags absolviert. „Es kitzelt in der Nase, dann niest mancher kurz und schon ist es vorbei.“ Die Tests, so die Schulleiterin, würden zumindest den Viertklässlern den Unterricht vor Ort ermöglichen. „Die Freude darüber ist den Kindern regelrecht anzusehen. Homeschooling kann den persönlichen Kontakt auf Dauer eben nicht ersetzen.“

Ein lebendigeres Haus und mehr Schulaktivitäten würde sich auch Eduard Bauer wünschen. Die Selbsttests seien vielleicht ein probates Mittel auf dem Weg dorthin. Das Prozedere laufe bisher perfekt, sagt der stellvertretende und kommissarische Leiter der Staatlichen Wirtschaftsschulen in Weiden und in Eschenbach. „Wir hatten noch keinen positiv Getesteten und auch keine Verweigerer. Die Lehrer sind mittlerweile mit den Abläufen gut vertraut.“ Einzig die neuen von der Stadt gelieferten Selbsttests könnten in der Handhabung etwas zeitaufwendiger werden. „Bisher war die Pufferlösung, in die das Teststäbchen eingetaucht wird, bereits vorab abgefüllt. Künftig müssen wir das auch noch vorbereiten“, sagt Bauer. Das sei aber das kleinere Problem.

Allen Schulen gemeinsam ist der enorme Aufwand, der für die Testungen zu leisten sei. So müssen unter anderem Klassenlisten geführt werden. Fehle einer, werde nachgetestet. Bei allem habe man immer den Datenschutz im Blick, sagen die Schulleiter. Über die Anzahl der Selbsttests werde auch das Staatliche Schulamt bzw. Kultusministerium informiert – natürlich ohne Angaben von Personendaten. Nach 14 Tagen müssen die Schulen die geführten Listen wieder vernichten. So schreibt es nicht zuletzt die 12. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (§ 18 vom 17. April 2021) vor.

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