09.03.2020 - 10:45 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Blick hinter FOS/BOS-Kulissen

Alle fünf Ausbildungsrichtungen präsentierten sich am Samstag in der Gustav-von-Schlör-Schule FOS/BOS beim „Tag der offenen Tür“ mit ihren fachpraktischen Ausbildungsstätten, die sich allesamt auf dem neusten Stand zeigten.

von Helmut KunzProfil

Die vielen interessierten Besucher konnten sich auch über alle Zusatzangebote informieren. Egal ob Fremdsprachen, Theater, Technik, Gestalten oder die vielen Schul- und Auslandspartner: Die FOS/BOS mit ihren 900 Schülern zeigte sich breit aufgestellt.

Vom Gymnasium unterscheide sich diese Schulform durch ihre nahe Bindung zur Praxis auf sehr hohem Niveau, betonte Oberstudiendirektorin Gabriele Dill mit Hinweis auf vielfältige Projekte, wie Auslandspartnerschaften in den USA, Israel, Spanien, Italien und Frankreich. Über das Erasmus-Programm gebe es ferner weitere Studienfahrten in wenigstens drei europäische Länder.

Beim Rundgang durch das moderne Schulgebäude bekamen die Besucher einen Eindruck, wie hier Technik, Wirtschaft, Internationale Wirtschaft, Sozialwesen und Gestalten unterrichtet werden. Übertrittswillige konnten sich ab neun Uhr im ersten Stock mit ihren Unterlagen in eine lange Schlange einreihen. In der Aula luden Schüler die vielen Gäste zu Kaffee und Kuchen ein. Überall wurden Fragen beantwortet.

„Wir haben drei zweite Fremdsprachen: Italienisch, Französisch und Spanisch“, sagte die Schulleiterin. Aufgrund des guten Arbeitsmarkts seien die Schülerzahlen an der Berufsoberschule seit Jahren kontinuierlich rückläufig, weil die Arbeitgeber an ihren Fachkräften festhielten. Der Anteil mache nur noch 25 Prozent aus. „Früher war das anders.“ Vorteil für BOS-Schüler: Sie seien Bafög-gefördert, unabhängig vom Einkommen der Eltern und ohne Rückzahlung. Hingegen nehme die Zahl derer stark zu, die über den Weg einer zweite Fremdsprache die Allgemeine Hochschulreife anstrebten.

Neu hinzugekommen seien vertiefende Wahlpflichtfächer, unabhängig von der Ausbildungsrichtung, die sich Schüler je nach Neigung aussuchen könnten. „So kann ein Techniker zum Beispiel ein Wahlpflichtfach Psychologie besuchen.“ Die Kooperation mit der OTH funktioniere bestens. Sie sehe unter anderem den Besuch von Vorlesungen vor. Überdies kämen Dozenten von der OTH an die FOS/BOS und es gebe Beratungsstunden hier vor Ort. Zudem könnten talentierte FOS/BOSler an Engineering-Workshops in den OTH-Laboren mitwirken.

BOS-Absolventen studierten primär. „Sie haben ja schon eine Ausbildung hinter sich.“ 40 Prozent der FOSler suchten hingegen nach dem Erwerb des Fachabiturs qualifizierte Ausbildungsplätze. Für die Besucher gab es in den Werkstätten allerlei zu sehen: 3-D-Drucker, Skulpturen, Malerei, Fotografie, Physik und Chemie. Wer mit offenen Augen durchs Haus ging, erlebte einen umfassenden Blick hinter die Vielfalt der Ausbildung an einer weiterführenden Schule.

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