Zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus vor dem Hintergrund der bevorstehenden Europawahlen, hatte im Pfarrheim von St. Josef nach dem Festgottesdienst auch Liedermacher Hubert Treml was zu sagen. In seinem Programm „Ich bin so frei“ brach der in Weiden aufgewachsene Sänger an Josefi das Thema Treml-typisch auf ganz banale Dinge runter.
„Es gibt auch einen Dialektrassismus“, sagte er bei seinem Konzert. „Wir dürfen uns nicht vormachen, dass wir keine innerlichen Vorurteile haben.“ Egal, ob Nürnberger oder Österreicher aufs Korn genommen würden, oder der „Hou, Hou-Oberpfälzer“ von den Münchnern, was er in den letzten 20 Jahren am eigenen Leib gespürt habe: „Lasst uns nicht von der Sprache auf den Charakter schließen.“
Er habe sich persönlich ein dickes Fell zugelegt und singe weiterhin bewusst im Dialekt, betonte der Musikkabarettist, der es schade fand, dass bei der Neuplanung von Pfarrheimen auf Bühnen verzichtet werde. „Auf Anweisung von oben.“ Eine falsche Entscheidung sei das. Bühnen seien lebenswichtig für ein Pfarrheim. Auf diesen Brettern entwickle sich Gemeindeleben.
Er stünde nicht hier, hätte er nicht in St. Konrad auf der Pfarrheimbühne seine ersten musikalischen Gehversuche gemacht. Solch eine Bühne brauche es für Rockbands, um Jugendliche zu binden. Vor allem aber auch für Theatergruppen. „Ich denke da nur an die Lustigen Konrader.“













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