11.09.2020 - 11:25 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Bündnis für Familie stellt sich neu auf

Die Gesichter bei den Schirmherren und im Koordinationsteam wechselten zwar, doch das Ziel bleibt. Das Bündnis für Familie setzt zusätzliche Impulse und weitet sein Programm aus.

Standortbestimmung beim lokalen Bündnis für Familie mit Mitgliedern des Koordinationsteams, der Arbeitsgruppen und der Kooperationspartner sowie den Schirmherren (von links) Thomas Würdinger, Oberbürgermeister Jens Meyer und Landrat Andreas Meier.
von Siegfried BühnerProfil

Seit mehr als zehn Jahren setzt sich das Lokale Bündnis für Familie des Landkreises Neustadt/WN und der Stadt Weiden mit Initiativen und Aktionen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf ein. Zu einer Standortbestimmung der Bündnisarbeit hatte das Koordinationsteam zusammen mit den Schirmherren eingeladen.

„Das klassische Familienbild und die Rolle der Frau im Berufsleben haben sich grundlegend verändert“, stellte einer der Schirmherren, Landrat Andreas Meier, fest und forderte die Kooperationspartner des Bündnisses auf, „weiterhin so aktiv und kreativ wie bisher an der Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf zu arbeiten“. Dass dies auch beabsichtigt ist, versicherte für das Koordinationsteam des Bündnisses Monika Langner von der Stadt Weiden. Langner erinnerte an das Gründungsjahr 2009, als begonnen worden ist, die Arbeits- und Lebensbedingungen für Familien vor Ort durch konkrete Projekte zu verbessern sowie die Unternehmen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu unterstützen. Zu den Zielen zählt laut Langner auch „Erziehungskompetenzen der Eltern zu verbessern“. Um die Wirkungsbreite der Bündnisarbeit zu erweitern und zusätzliche Institutionen zu beteiligen, wurden zwischenzeitlich die Arbeitsgruppen „Vereinbarkeit Familie und Beruf“ sowie „Erziehungsverantwortung wahrnehmen“ gegründet. Beide Arbeitsgruppen haben zahlreiche Einzelmaßnahmen wie zum Beispiel die Ausschreibung des Johanna-Frank-Preises für familienfreundliche Unternehmen oder die Vortragsreihen „Papa ich“ sowie „Oma, Opa & Ich“ entwickelt.

Langner erinnerte auch an die seit den Gründungsjahren eingetretenen personellen Veränderungen bei den Schirmherren und begrüßte in diesem Zusammenhang als neuen Schirmherren des Bündnisses den Oberbürgermeister Jens Meyer. Und sie kündigte auch als einzige noch verbliebene Vertreterin des Koordinationsteams des Gründungsjahres ihren bevorstehenden Ruhestand an. Ansprechpartnerin im Koordinationsteam für die Stadt Weiden wird zukünftig Julia Lenhart sein.

Sie war es dann auch, die einige der Schwerpunkte der Bündnisarbeit in den kommenden Monaten vorstellte. „Wir wollen die Arbeit für die Zielgruppe Großeltern verstärken“, kündigte Lenhart an. Die sehr erfolgreich bereits im vergangenen Jahr durchgeführte Veranstaltungsreihe für Großeltern die ihre Enkel betreuen („Oma, Opa & ich“) wird um das Thema Medienkompetenz erweitert. Die Veranstaltungsreihe besteht aus fünf Veranstaltungen, die auch an verschiedenen Veranstaltungsorten durchgeführt werden. Einzelheiten dazu sowie alle anderen aktuellen Bündnisaktivitäten und Informationsschriften sind der neu gestalteten Internetseite www.zukunftfuerfamilie.de zu entnehmen. Bildungsmanager Christian Frey vom Landkreis Neustadt/WN stellte die darin enthaltenen Themenschwerpunkte "Meine Lebenslage“ und „Unternehmen“ vor.

Kooperationspartner des Bündnisses sind ab sofort auch die Volkshochschulen sowie die Katholische Erwachsenenbildung. Seine volle Unterstützung für die Arbeit des Lokalen Bündnisses versicherte als neuer Schirmherr Oberbürgermeister Meyer. „das Bündnis leistet wertvolle Hilfe, schließlich ist die Familie Keimzelle des Wohlbefindens.“ Um manche Familien müsse man sich allerdings besonders intensiv kümmern, stellte Meyer auch fest. Schirmherr Thomas Würdinger, Vorsitzender der Arbeitsagentur Weiden, erinnerte daran, dass in der Gründungszeit des Bündnisses fast jedes vierte Kind im Stadtgebiet Weiden in einer Hartz-IV-Familie lebte. „Diese Quote hat sich erheblich reduziert“, freute sich Würdinger. Und er wies auch darauf hin, dass in Anbetracht der gewachsenen Erwerbsbeteiligung der Frauen, das Bündnis sich auch für „ passende Rahmenbedingungen“ wie Kinderbetreuung und Nahverkehrsangebot einsetzt.

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Weiden in der Oberpfalz
Termine:

Veranstaltungsreihe „Oma, Opa & Ich“

  • „Lesespaß mit Oma und Opa“, Mittwoch, 14. Oktober, 15.30 – 17 Uhr, Regionalbibliothek Weiden, Eintritt frei, Referentin Ruth Neumann
  • „Medienkompetenz für Großeltern“ Montag, 26. Oktober, 19 – 21 Uhr, in VHS Weiden, Eintritt frei, Referent Philipp Reich
  • „Angsthase oder Lebensretter“, Crashkurs Kindernotfälle für Großeltern, Samstag, 14. November, 9 – 13 Uhr, Kloster Speinshart Begegnungsstätte, Kursgebühr 20 Euro, Referentinnen Ausbilderinnen für Erste Hilfe des Malteser Hilfsdienstes
  • „Wir sind Oma & Opa“, vom Glück und der Herausforderung der Großelternschaft, Dienstag, 17. November, 19 – 20.30 Uhr, Katholisches Pfarrheim St. Marien Vohenstrauß, Eintritt frei, Referentin Elke Pinkert
  • „Lernen und Hausaufgaben mit Oma und Opa“, Dienstag, 24. November, 19 – 20.30 Uhr, VHS Eschenbach, Eintritt frei, Referentin Regina Träger
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