Weiden in der Oberpfalz
21.11.2018 - 17:06 Uhr

Bürgerentscheid zur Osttangente

Gutachter prüft für neuen Flächennutzungsplan die Verkehrsentlastung durch die Verlängerung der Südosttangente vom Butterhof nach Tröglersricht für Stadtteil Weiden-Ost. Und damit flammen die Diskussionen wieder auf.

Die Befürworter der Verlängerung der Südosttangente sind sich einig: Die Osttangente würde zu einer spürbaren Entlastung in der Vohenstraußer Straße bis hinein zur Sedanstraße führen. Bild: Steinbacher
Die Befürworter der Verlängerung der Südosttangente sind sich einig: Die Osttangente würde zu einer spürbaren Entlastung in der Vohenstraußer Straße bis hinein zur Sedanstraße führen.

Nach über einem Vierteljahrhundert hatten sich die Gemüter beruhigt. Doch nun droht der Streit um die Verlängerung der Südosttangente - über den Schirchendorfgraben hinweg - zur Staatsstraße 2166 unterhalb von Tröglersricht wieder aufzuflammen. Die einen sind dankbar, dass die Trasse nicht im Entwurf des Flächennutzungsplanes enthalten ist. Die anderen fragen verwundert, warum dieses Zukunftsprojekt nicht berücksichtigt ist.

Mit einer harmlosen Frage stieß Rainer Sindersberger (Freie Wähler/Bürgerliste) auf dieses heikle Thema, das bisher stets sorgsam umgangen wird. Ob sich wohl eine der denkbaren Wohnbauflächen im Osten der Stadt nicht im Entwurf wiederfinde, weil dort "eine Verkehrsplanung" angedacht sei, wollte Sindersberger wissen. Laut Auskunft der Planer sind es natürlich andere Gründe, die keine bessere Benotung der Fläche zulassen, um als Bauland ausgewiesen zu werden.

Aber Oberbürgermeister Kurt Seggewiß verstand den Wink: Er betonte erstmals, dass die Frage, ob es eine Verlängerung der Südosttangente über den Butterhof nach Osten geben solle, nur ein Bürgerentscheid beantworten könne. Diese Empfehlung hatte der Bau- und Planungsausschuss zuletzt im Februar 2014 gegeben. Bereits zu Beginn seiner Amtszeit hatte Seggewiß bei einer Bürgerversammlung in Weiden-Ost angekündigt, dass er sich durch ein Bürger-/Ratsbegehren die Meinung der Weidener einholen und dann auch berücksichtigen wolle.

Das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach hatte in den vergangenen Jahren immer darauf hingewiesen, dass der Einstieg in eine Planung (eingestuft als Reserve 1) erst 2021 möglich sei. Das bisherige Verkehrsgutachten der Stadt nimmt zur Osttangente keine Stellung, erwartet aber eine Halbierung des Verkehrs von der Vohenstraußer Straße bis ins Stadtzentrum. Für den Flächennutzungsplan ist ein Verkehrsexperte eingeschaltet, der sich zur Osttangente ebenso äußern soll wie zur Westumgehung Neunkirchens. OB Seggewiß betonte am Mittwoch gegenüber Oberpfalz-Medien, dass im Vorfeld erst noch Gespräche mit dem Staatlichen Bauamt zu führen seien.

 
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