Abholung des Gelben Sacks
Eine Bürgerin regte eine Abholung des gelben Sacks im Zuge der Müllabfuhr direkt vor der Haustür an, was Baudezernent Oliver Seidel aus Kostengründen zurückwies. Im Stadtgebiet gebe es ein flächendeckendes Angebot an Wertstoffinseln, Bei einer Bürgerbefragung 2009 hätten sich 68,5 Prozent der Befragten für das Bringsystem ausgesprochen.
Trinkwasser-Qualität
Ein Bürger machte sich Sorgen um die Qualität des Weidener Trinkwassers. Oberbürgermeister Jens Meyer verwies auf den Neubau des Wasserwerks. "Alles in Ordnung", sagte Johann Riedl, Vorstand der Stadtwerke. Man habe nur die Konsistenz leicht verändert. "Das Wasser ist etwas weicher geworden."
Verkehr in der Stadt
- Leuchtenberger Straße: Zwei Bürger regten eine Tempo-30-Zone entlang der Leuchtenberger Straße an. Außerdem sollte in diesem Bereich der Verkehr für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen gesperrt werden. Der Stadt seien die Hände gebunden, betonte Andreas Holz von der Rechtsabteilung. Es liege kein Gefahrenschwerpunkt vor. Baudezernent Seidel verwies auf das neue Mobilitätskonzept. Eventuell könne man demnächst über eine Optimierung im Bereich des Kepler-Gymnasiums nachdenken.
- Joseph-Haas-Straße: Baudezernent Seidel stellte die Notwendigkeit einer von einem Bürger geforderte Ampelanlage an der Kreuzung Joseph-Haas-Straße/Rehbühlstraße in Frage. "Die Kosten liegen im sechsstelligen Bereich." Er versprach aber, sich mit der Polizei darüber auszutauschen. Ähnlich sei es bei der Forderung nach einer Tempo-30-Zone in diesem Bereich.
- Autobahn-Ausfahrten: Negativ beantwortet werden musste der Wunsch nach Tempo 80 auf der A 93 zwischen den Ausfahrten Weiden-Süd und Weiden-Nord. Er kämpfe als betroffener Anlieger seit Jahren persönlich dafür, sagte OB Meyer. Vergeblich.
- Bundesstraße 22: Ein Bürger ärgerte sich über den Verkehrslärm an der B 22 in Höhe des Pflegheims St. Konrad und verlangte eine Reduzierung auf Tempo 60 in diesem Bereich.
Gewerbe und Baufläche
Ein weiteres Thema waren die Kosten für ein Kompendium zu alternativen Gewerbestandorten, die der Baudezernent auf 16.500 Euro bezifferte. Ein riesiges Problem sah der Oberbürgermeister bei neuen Bauplätzen. "Wir haben mehr als tausend unbebaute Baugrundstücke, die alle in privater Hand sind. Keiner will veräußern." Die Stadt versuche nun durch die Nachverdichtung von "Handtuchgrundstücken" die Not zu lindern.
Problem mit Taubenkot
Ein Bürger griff das Taubenkotproblem am Josefshaus auf. Er forderte die Stadt auf, endlich durchzugreifen. Der Verwaltung seien die Hände gebunden, weil Taubenkot laut Gesundheitsamt nicht gesundheitsschädlich sei, erklärte Holz vom Rechtsamt. Allein bei "optischen Störungen" dürfe die Stadt nicht tätig werden. Bürgermeister Lothar Höher versprach Abhilfe im kommenden Jahr. Er habe persönlich mit dem Besitzer gesprochen. "Ich hoffe, dass er einen Bauplan vorlegt, den wir genehmigen können." Dann werde auch die Taubenfrage gelöst. Die Tiere würden mit Hilfe eines Vereins umgesiedelt.
Bürgeranliegen: Alter oder neuer Festplatz
Moniert wurde auch die nach Einschätzung eines Weidners getätigte Fehlentscheidung bei der damaligen Verlegung des Festplatzes. Der Neubau habe fast eben soviel gekostet, wie der Kauf des alten Platzes teuer gewesen wäre. Nur werde der neue von den Leuten nicht angenommen. "Der ist so müßig wie ein Kropf." Und der Platz wäre anderweitig bebaubar gewesen. Dem widersprach der Oberbürgermeister vehement. "Er funktioniert, und der Stadtrat hatte damals gute Gründe, den Volksfestplatz zu verlegen."
Spielplatz
Gefordert wurde auch eine Nachbesserung bei der Kinderrutsche im Max-Reger-Park. "Die Kinder prellen sich das Steiß." Baudezernent Seidel: "Wir verbauen nur genormte Spielgeräte und die werden regelmäßig geprüft."
Fakten zum Stadtgeschehen
- Soziale Sicherung: Löwenanteil im städtischen Haushalt, 47,7 Millionen Euro im Verwaltungshaushalt 2022 allein für soziale Leistungen verplant. Zum Stichtag 31. August waren im Stadtgebiet 594 Flüchtlinge aus der Ukraine gemeldet.
- Schulen und Kliniken: In den Schulbereich investiert die Stadt als Sachaufwandsträger 12,2 Millionen Euro. Rund 15 Millionen für Generalsanierung der Pestalozzischule, in die Kapitalrücklage für die Kliniken Nordoberpfalz und die Digitalisierung an den Weidener Schulen investiert.
- Energiekosten: Hier wartet eine gewaltige Herausforderungen auf den städtischen Haushalt: "Wir werden in ein Millionendefizit laufen", prognostiziert Oberbürgermeister Jens Meyer. Allein die Beheizung städtischer Liegenschaften werde acht Millionen Euro zusätzlich veranschlagen.
- Gute Bilanz: Installation eines Klimabeirats, Fortschritte bei der Umstellung auf eine barrierefreie Innenstadt und Aufwärtstrend bei den Krippenplätzen.
- Quelle: Oberbürgermeister Jens Meyer


















Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.