Über 600 Erzieherinnen und Erzieher waren zur Kita-Fachtagung des Referats Kindertageseinrichtungen des Diözesan-Caritasverbands Regensburg in die Max-Reger-Halle nach Weiden gekommen, wie es in einer Mitteilung heißt. Darin wird Diözesan-Caritasdirektor Michael Weißmann mit den Worten „Demokratie beginnt dort, wo Menschen lernen, einander zuzuhören. Und sie beginnt dort, wo Kinder erleben, dass ihre Stimme zählt“ zitiert, er unterstrich die Wichtigkeit der Kindertageseinrichtungen als Orte der gelebten Demokratie.
Unter dem Titel „Das kann Kita! – Demokratie in Kinderschuhen“ prägten Impulsvorträge, Workshops und eine Messe den interaktiven Fortbildungstag. Zu Beginn wurde der Imagefilm „Katholische Kitas im Bistum Regensburg“ präsentiert. „Jede Kita ist anders, aber alle sind unter dem Dach der Caritas gemeinsam unterwegs“, lautete das Credo Weißmanns für die Vielfalt der Einrichtungen.
„Demokratie beginnt im Morgenkreis – oder sie kommt zu spät. Kinder lernen, wie man streitet, wie man zuhört, wie man wieder zueinanderfindet, was fair ist. Und wann Nein sagen wichtig ist.“ Bruder Paulus Terwitte habe es verstanden, Ruhe und Bewegung in den Saal zu zaubern. Mit seinem spirituellen Impuls führte der Kapuziner-Pater das Publikum in die Stille, um es dann lebensnah über pragmatische bis einfühlsame Beispiele zum Thema hinzuführen. In seinem Workshop arbeitete er mit den Teilnehmenden heraus, Unterschiede nicht als Gefahr, sondern als Chance zu sehen.
„Was muss man für Demokratie können und wie lernt man das?“ platzierte Bianka Pergande, Sprachwissenschaftlerin und Expertin für Kinderrechte, als Frage über ihren Fachvortrag. Sie stellte den Zusammenhang zwischen den „großen“ Fragen unserer Gesellschaft und den kleinen, alltäglichen Situationen her, die Kinder jeden Tag erleben. „Es sind die Selbst- und Mitbestimmungsmöglichkeiten junger Kinder, die Gewissheit, etwas verändern zu können“, wird die Geschäftsführerin der Deutschen Liga für das Kind in der Mitteilung zitiert. Im Fokus ihres Workshops diskutierte sie die Fachkraft-Kind-Interaktion in schwierigen Situationen, wenn Kinder sich streiten, übergriffig werden oder einander ausgrenzen.
Mirko Drotschmann holte laut Mitteilung mit Fragestellungen wie "Was steckt hinter diesem politischen und gesellschaftlichen System, warum und wie ist es entstanden, welche wesentlichen Elemente prägen demokratisches Zusammenleben" ab. Der Moderator der ZDF-Sendung „Terra X“ lud ein, konkrete Anknüpfungspunkte im Kita-Alltag für den Kinderwunsch, in Gleichberechtigung und Freiheit groß zu werden, herauszuarbeiten. Manchmal nähmen die Kinder dabei wahr, dass die Großen Mitsprache, Mitbestimmung, Gleichberechtigung und Freiheit ablehnen. „Dann brauchen wir Demokratie. Demokratie lebt von aktiven Demokratinnen und Demokraten. Und die können 40 Jahre alt sein – oder vier“.
Hubert Treml führte mit der musikalischen Unterstützung von „Konrad Reischl & Friends“ durchs Programm.
Diese Meldung ist aus Informationen der genannten Organisation oder Behörde und mit Unterstützung durch KI erstellt worden.















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