Weiden in der Oberpfalz
12.08.2018 - 17:28 Uhr

Chinesisches Totengeld flattert durch Weiden

Im ganzen Stadtgebiet wurden am Sonntag falsche 50-Euro-Scheine verteilt. Die Polizei geht davon aus, dass die "Blüten" aus einem fahrenden Auto geworfen wurden und warnt mögliche Finder.

Symbolbild Malte Christians/dpa
Symbolbild

Am Sonntagnachmittag meldete ein Anrufer bei der Polizeiinspektion Weiden, dass in der Bahnhofstraße eine ganze Menge 50 Euro-Scheine herumflattern würden. Die angerückte Streifenbesatzung stellte dort insgesamt etwa 50 solcher Noten fest und sammelte diese ein.

Nach eingehender Prüfung wurde festgestellt, dass es sich bei vermeintlichen Banknoten um „Blüten“ handelte, bei denen auf Vorder- und Rückseite in blauer Farbe asiatische Schriftzeichen abgebildet sind. Recherchen ergaben, dass es sich hierbei um so genanntes Totengeld handelt, das in den allermeisten asiatischen Kulturen einen hohen Wert in der Ahnenverehrung hat. Bei Totenfeiern wird hier das Totengeld verbrannt oder als Grabbeigabe dem Toten mitgegeben.

Im Laufe des Nachmittags wurden noch eine Vielzahl weiterer „Blüten“ bei der Polizeiinspektion Weiden abgegeben, welche an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet aufgefunden wurden. Die „Scheine“ wurden vermutlich aus dem Fenster eines fahrenden Autos geworfen. Sachdienliche Hinweise auf den Verteiler nimmt die Polizeiinspektion Weiden, Telefon 0961/4010, entgegen.

Die Polizei macht die Finder des „Totengeldes“ darauf aufmerksam, dass eine Weitergabe oder auch der Versuch, das Geld auszugeben, einen Straftatbestand nach dem Strafgesetzbuch darstellt und mit Freiheitsstrafe oder Geldstrafe geahndet werden kann. Finder werden gebeten, aufgefundene „Blüten“ bei der Polizei abzugeben.

 
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